| |||||||||||
|
Web-Forum Publikationen, Abstracts, Übungen: © Dr. Stephan Langhoff > Wushu/ Innere Kampfkunst Innere Kampfkünste -Tai Chi Kampfkunst/ Qigong KampfkunstFür viele Menschen haftet östlicher Kampfkunst etwas Magisches an. Traditionell gesehen ist der asiatische Kampfkunst-Weg ein "Fass ohne Boden" - man wird ihn nie ganz ausloten können. Ich empfehle zusammen mit meinen asiatischen Lehrmeistern, dem oft anzutreffenden Halbwissen in östlicher Kampfkunst durch mehr Aufklärung zu begegnen u. a. auch in den Medien. Als unpassend empfinde ich auch Aussagen wie "Dann wirst Du unbesiegbar sein" (Yang Chengfu bei der Erklärung von "Arme in Fächerform (The Essence and Applications of Taijiquan) zitiert nach der Übersetzung von L. Swaim S. 50). Meinen ernsthaften Schülern kann ich solche Einschätzungen jedenfalls nicht erklären und auch meine chinesischen Lehrer haben solche Aussagen mir gegenüber niemals gemacht. "Von Vertretern des Yang-Taijiquan wird die Idee der Unbesiegbarkeit traditionell sehr betont. Aus der Sicht der Historie vielleicht noch akzeptabel, ist dieser Aspekt für heutige Lehrer eher problematisch und sollte nicht zu hoch gehängt werden" Zitat Vortrag. Tai Chi Kampfkunst/ Qigong KampfkunstPrinzipien östlicher Kampfkunst haben viele Bezüge zum Tai Chi (Taijiquan) und Qigong (Qi-Gong). Letzteres schon deshalb, weil Energie - besonders "innere Energie" - im Kampf unentbehrlich ist. Legenden: Wudang- Mönch Zhang Sanfeng. Daher bietet asiatische Kampfkunst und asiatischer Kampfsport auch gute Möglichkeiten für Fitness, Selbstbewusstsein und Antiaggressionstraining. Lesetipp: Fajin-Übung - Atemkraft/ Qi-Emission für Qigong-Lehrer: Fajin
Quelle: Tai Chi Kampfkunst. Tai Chi KampfkunstVerwandtes Thema: Tai Chi Kampfsport DoppelgewichtungAls erster Tai-Chi-Meister gilt der Wudang-Mönch Chang Sanfeng/ Zhang Sanfeng. Tai Chi wird gern als "innere Kampfkunst" bezeichnet, bei der es letztlich weder um Sieg noch um Niederlage geht, sondern um die persönliche Entwicklung zu einem zufriedenen und guten Menschen (s. Tai Chi Meditation). So gewinnt auch die Bezeichnung "Schattenboxen" eine ganz neue Dimension. Lesetipp zu Stufen der Meisterschaft - was ist ein Tai Chi Meister?
Kampf, Kampfkünste, Kampfsport, Selbstverteidigung: Tai Chi Selbstverteidigung
Qigong KampfkunstIch empfinde es als eine meiner Stärken, dass ich über 30 Jahre Schüler eines japanischen Karate-Kampfkunst-Experten sein durfte: Shihan Teruo Kono. Gelernt habe ich von dem außergewöhnlichen Kampfsport-Meister weiterhin wichtiges aus dem Energie-Bereich: Qi als Körper-Geist-Einheit, die Loslösung vom Ego, natürliches Bewegen, Strategie und ein vertieftes Verständnis von Yin Yang. Hinzu kommen die philosophisch-energetische Aspekte z. B. beim Push Hands, einer Kampfkunst-Partnerübung des Wu-Shu, die besonders im Wu-Stil des Taijiquan eine zentrale Rolle spielt.
Shihan Kono So konnte ich vieles von ihm lernen. Dazu gehört das Kampfkunst-Prinzip, der Kraft des Kontrahenten nicht eigene Kraft entgegen zu setzen sondern mit gleichzeitiger Konter-Technik auszuweichen - ein Prinzip vieler Kampfkünste und somit völlig ungeeignet, Tai Chi als innere Kampfkunst abzugrenzen, wie es normalerweise geschieht. Der Kampfkunst-Aspekt von Abwehr und Angriff sollte im "Schattenboxen" auch heutzutage noch verstanden werden. Konkret: Beim Praktizieren sind die Bewegungen äußerlich zwar nachgiebig-elastisch, aber innerlich stark und der Stand stabil zentriert. Sonst wären Tai Chi und Qigong nur rhythmische Gymnastik! Zumindest sollte der Kampfkunst-Aspekt des "Kampfgeistes" auch im Gesundheits-Tai-Chi und Gesundheits-Qigong erhalten bleiben: Die wache Präsenz in der Gegenwart, die auch im Zeitfluss gegenwärtig bleibt. Ein schönes Bild dafür ist das Spiegelbild des Mondes im ruhig strömenden Fluss - das Wasser ist immer wieder neu, das Bild bleibt. Unterschiedliche Meinungen zur geschichtlichen Entwicklung des "Schattenboxens" und seiner Theorie/ Philosophie: Wie ist die historische Beziehung zwischen den Kampfkünsten Chen-Tai-Chi und Yang-Tai-Chi und welche Rolle spielte der Begründer Meister Yang Luchan dabei? Es gibt seit längerem Forschungen und kontroverse Meinungen darüber, ob das Tai Chi des Yang Luchan überhaupt etwas mit dem Tai Chi der Chen-Familie zu tun hat und ob letzteres überhaupt den "Inneren Kampfkünsten" zuzuordnen sein oder nicht vielmehr den äußeren buddhistisch geprägten Kampfkünsten aus dem Shaolin-Kloster. Dies meinte z. B. der berühmte Tai-Chi-Meister Wu Tunan, der viel über Yang-Tai-Chi und Wu-Tai-Chi forschte.
Viele Kampfkünstler grenzen "innere
Kampfkünste" von "äußeren Kampfkünsten" ab. Kriterien sind z. B. Historie oder
Prinzipien. Ersteres ist durchaus nachvollziehbar: Das als "äußere Kampfkunst"
eingestufte Shaolin ist indischer, d. h. ausländischer Herkunft im Gegensatz zu
den Wudang-Kampfkünsten, die somit" innere Kampfkunst" sind. Dies wird
im Detail dargelegt: Viele nehmen als Kriterium die zugrundeliegenden Prinzipien. Auch dies ist plausibel. Dabei wird jedoch stets unterstellt, das "Ganzkörper-Prinzip" würde von äußeren Schulen nicht angewendet, sondern sie würden Energie nur aus Teilen des Körpers einsetzen. Ich, der ich seit 1969 auch Karate betreibe (s. Teruo Kono), ziehe daraus den Schluss, dass hier schlicht ein Mangel an Wissen und Interesse vorliegen muss. Lesetipp: Traditionelle Trainingsmethode für Innere Kraft ist Pfahlstehen: Stehende Säule. Mehr zu Tai Chi als Kampfkunst: Tai Chi Kampfkunst Fotos und Details zum Kämpfen: Tai Chi Kampfkunst, Taijiquan: Vorträge, Tagungen, Taijiquan Kongresse. | |||||||