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Teruo Kono
Teruo Kono war Träger des 8. Dans Wado-Ryu sowie des 8. Dans Shindo
Yoshin-Ryu Kempo Jujutsu. 1995 wurde ihm Kono durch Wadokai Japan der Titel
Hanshi (Großmeister) verliehen.
Teruo Kono: Der Weg
Asiatische Übesysteme haben
ebenso vielfältige wie faszinierende Hintergründe. Sie lassen sich erst durch
das disziplinierte und korrekte Pflegen allmählich immer tiefer ausloten, indem
Körper und Geist eine Einheit bilden. Dabei geht es darum, nicht allein durch
Denken, sondern durch langfristiges, regelmäßiges Training ein tiefer liegendes
Begreifen zu erlangen.
Teruo Kono ging es stets um führendes
Vorleben, um vorbildliches
Verhalten. Er war zugleich befremdet und amüsiert, wenn er in Büchern etwas
Richtiges zur Kampfkunst las, der Autor dies aber nicht selbst vorleben konnte!
Als Japaner glaubte er ohnehin, dass es der westliche Mensch aufgrund seiner kulturellen
Hintergründe und Anschauungen es schwerer habe als der Asiate, der Wahrheit
näherzukommen. Ein interessanter Gesichtspunkt, der zum Nachdenken einlädt: Der Westler nähert sich seiner
"Wahrheit" immer mehr an, indem er die Maschen seiner Logik und Experimente
immer enger knüpft, wohingegen der ganzheitlich fühlende Asiate weiß, dass
unabhängig davon stets etwas hindurchgehen wird, ohne "gefangen", "gehabt" zu
werden. Dies hat ja auch Erich Fromm und Eugen Herrigel sehr anschaulich
beschrieben.
Thematisiert werden gerade in
Büchern leider häufig Legenden, eigentlich
unzugängliche "Geheimnisse", und spektakuläre "Wunder"
(Lesetipps: Fajin/Fajing,
Fajin ! Dies ist schon deswegen
bedauerlich, weil die wissenschaftlichen Forschungen fortschreitend genauer
werden - etwa beim Yijinjing, Shaolin-Qigong oder Fajin. Auch wissenschaftliche
Projekte im Bereich Kampfkunst und Kampfsport interessierten ihn sehr und er
nahm auch an solchen aktiv teil.
Nötig sind bei der Verbreitung seriöse
Darstellung und Wortwahl, denn der an den Hohen Künsten des Ostens Interessierte
trifft häufig auf Halbwissen und nebulöse Formulierungen. "Mysteriöse", zunächst
unerklärliche Phänomene beruhen natürlich auf Naturgesetzen und korrektem,
häufigem Training und keineswegs auf Magie. Z. B. die Qi-Kraft sollte man
nicht als Glaubenssache, Magie oder als Zaubermittel ansehen. Auch religiöse
Aspekte werden bei der Beschäftigung keineswegs vorausgesetzt.
Teruo Kono
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Viele meiner Ansichten zu Forschung
und Entmystifizierung verdanke ich
Teruo
Kono (Hanshi), einem meiner Lehrer. Teruo Kono
gelang es, die östliche Sehweise und Philosophie vielen westlichen Menschen
transparent zu machen und nahe zu bringen. Er bemühte sich sehr darum, möglichst
vielen Westlern gangbare Wege zum Erlernen und Praktizieren fernöstlicher Künste
aufzuzeigen.
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