Dr. Langhoff: Lehrer-Ausbildung Tai Chi Qigong Deutschland: Krankenkassen, ZPP-Stundenbilder

Qigong-Tai-Chi-Lehrerausbildung deutschland-weit mit WB-Prüfsiegel und ZPP-Zertifizierung

Seriös informiert sein statt "Esoterik-Folklore" - souveräner argumentieren mit Faktencheck

Dr. Stephan Langhoff - Info Tai Chi Qigong Ausbildungen DeutschlandDr. Langhoff (50 Jahre Erfahrung) bietet Info / Beratung (040) 2102123. Bei Verbänden und Lehrenden der Taiji-Qigong-Szene trifft man durchweg auf Lobbyismus, Heilslehren und Mystifizierung - nicht nur in Kampfkunst-Foren, Sozial-Medien und der Fachliteratur sondern auch auf Kongressen und in Ausbildungen, wo doch Ideologie-Freiheit selbstverständlich sein sollten! Seine übergeordnete Herangehensweise schafft ein Korrektiv, mit dem jeder forschend sein Wissen vertiefen und sich weiterführende Zusammenhänge erschließen kann.

TUISHOU: PUSH HANDS IN DEUTSCHLAND: AUSBILDUNG, TREFFEN, MEISTER, TRAINING, STANDARDS

Hier soll es um das "Hände-Schieben" gehen, also um Partnerübungen innerer Kampfkünste und ihren Bezug zum Tai Chi Chuan (Taijiquan), Qigong und zur Yin-Yang-Philosophie. Diese Zweier-Formen werden unterschiedlich bezeichnet: "PUSH HANDS / PUSHING HANDS" und "TUISHOU" bedeuten dasselbe. Als Synonyme gelten: Dashou, Keshou, Händeschieben, Schiebende Hände, Schlagende Hände, Zerstreuende Hände. Jedoch existieren in verschiedenen Stilen auch unterschiedliche Definitionen. Darauf einzugehen würde indes den Rahmen dieses Überblicks sprengen.

Jedem sollte indes klar sein: Tuishou / Pushhands läßt sich mit einem Lexikon-Kurzeintrag nicht angemessen erklären - schon gar nicht mit simplifizierendem Wiki-Spin der "Pusher-Szene".

Das gestiegene Interesse an Tuishou hat auch zu vermehrtem Bedarf an seriöser Information geführt. Ich komme zu dem Fazit: Die Statements chinesischer Push-Hands-Meister sind dafür keinesfalls erste Wahl - und schlimmer noch: Sie basieren auf leicht widerlegbaren Vorurteilen und Heilslehren. In der "Taijiquan-Qigong-Szene" werden solche Erkenntnisse jedoch aus vielerlei Gründen tabuisiert und man "schaut angestrengt zur Seite".

Grund genug, einmal einen kritisch-nüchternen "Blick über den Tellerrand" zu werfen, um "die Spreu vom Weizen zu trennen".

Die Partner-Routinen bergen in ihrer Interaktion mit dem Anderen ein beeindruckendes Repertoire an Möglichkeiten für nachhaltigen "Alltags-Transfer". Ein gutes Beispiel sind die "Soft Skills-Drills" meines Resilienz-Programms "7 mal Hinfallen 8 mal Aufstehen". Seminar-Anmeldung erfolgt über den Verband.

Das chinesische Taijiquan wurde der Legende nach als eine Art "heilige Kampfkunst" entwickelt, die als einziger Wushu-Stil "Innere Qi-Kraft" nutzt. Der (erst später eingeführte) Name ist dabei auch zugleich Programm, denn "Taiji-Quan (Taichichuan)" bedeutet "Kampfkunst gemäß dem höchsten Prinzip", womit letzte Wahrheit und Erleuchtung gemeint ist. Soweit das "Szene-Mantra", aber es hat einen Haken: Wenn Taiji die beste aller Kampfkünste ist und unbesiegbar macht, müssten die Tuishou-Partnerübungen mit genau dieser Elle gemessen werden - und dabei erweist sich leider ein signifikantes Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit. Die Kompetenzen heutiger Push-Hands-Meister überzeugen mich jedenfalls nicht.

Tuishou (international: "Push-Hands") - Partner-Übungen der inneren Kampfkünste

Der Autor dieses Berichts ist Dr. Stephan Langhoff. Der Experte beleuchtet das ganze Spektrum des "Händeschiebens" aus ideologie-freier Sicht. Er ist Geschäftsführer des DTB-Dachverbandes und einer der höchsten Ausbilder. Der Dan-Träger unterrichtet Pushing Hands in Hamburg und im Block-Unterricht auf deutschland-weiten Treffen. Er hat 50 Jahre Erfahrung mit östlichen Künsten und gilt vielen als Motor einer Entwicklung hin zu mehr Realismus und weg von romantisierenden Neijiaquan-Klischees. Hier beschreibt der Verfasser die Zwei-Personen-Routinen in Forschung, Unterricht und Lehre. Dr. Langhoff ist keiner chinesischen Dynastie zu Loyalität und Gehorsam verpflichtet. Dr. Langhoff ist international bekannt und als Experte auf seinen Fachgebieten einschlägig ausgewiesen.

Das Fazit des Verfassers:

Tuishou (Push-Hands) als die grundlegende Kampf-Formalisierung des Taijiquan besiegt Härte (Yang) durch Flexibilität (Yin) - genau genommen handelt es sich dabei um eine Yin-Yang-Kombination in steter Wandlung. Solche Wushu-Techniken gibt es in allen Taijiquan-Stilen. Sie bildeten bereits eine Grundlage des Curriculums von Patriarchen wie  Yang Luchan, Yang Chienhou und - wie zahlreiche Fotos belegen - dann von seinem Sohn Yang Chengfu. Bekannt wurden die "Klebenden Hände" u. a. auch durch Videos mit Fu Zhongwen sowie Detail-Zeichnungen und Übungsanleitungen von Yearning K. Chen.

Partner-Übungen mit identischen Prinzipien der Flexibilität und Nachgiebigkeit gibt es darüber hinaus in vielen anderen Wushu-Stilarten und im japanischem Budo wie Aikido, Judo, Jujutsu und dem Wado-Karate. Längst haben sie ihren Weg gefunden heraus aus dem Milieu der fernöstlichen Martial Arts in die moderne westliche Gesundheitsförderung - z. B. als Entspannung / Stress-Abbau, Resilienz-Training, Faszien-Qigong oder als Einüben von "soft skills mit Alltags-Transfer" wie beim Taijiquan-Qigong-Verband DTB ev. Aber weiterhin gilt: Wohl zu keinem anderen Bereich des umfassenden Taijiquan-Spektrums findet man so viel Halbwissen, Irreführendes und falsch Verstandenes.

Der Schlüssel zum Erfolg jedes Pushhands-Adepten liegt zum einen in der Wahrung des zentralen Gleichgewichts und zum anderen in der Methode der Entspannung (chines. "Sung"). Dr. Langhoff vergleicht sie anschaulich mit einer Art "Supra-Leiter für Innere Kraft". Auf einzigartige Weise verbindet die Sung-Entspannung das Tuishou, das Taijiquan und das Qigong zu einer übergreifenden Einheit. Dazu gehört neben optimierter Propriozeption (Eigenwahrnehmung) auch die "Fajin-Explosivkraft" (s. Fajin und Tuishou als DTB-Sparte). Wichtig für größere Zusammenhänge: Tuishou-Zweikämpfe sind in zahlreichen Wushu-Stilen und Kampfsport-Arten weit verbreitet - keineswegs nur im Taijiquan!

Dr. Langhoff behandelt auch weitverbreitete Fehleinschätzungen der Taiji-Szene zu Techniken des "Hände-Schieben". Deren selbstgebastelte "Chi-Welten" und "Chi-Demos" belegen: Strategien und Prinzipien der Push-Hands-Techniken werden heute in allzuvielen Instituten nicht qualifiziert gelehrt und daher nur verwässert weitergegeben - höchst oberflächlich auf "Ratgeber-Niveau".

Die esoterischen Wushu-Erzählmuster chinesischer Taiji-Qigong-Meister referenzieren stets auf die legendären Patriarchen - selbst wenn ihre Existenz unbelegt ist. All dies ist keine Lösung sondern Teil des Problems. Man erkennt dies recht gut an den Youtube-Clips der Tuishou-Community, die sich auf Martial-Arts-Internals beziehen (Quelle: Artikel "Tuishou in Taijiquan and the burden of legacy"). Für meinen Unterricht versuche ich beständig, die Tuishou-Erblasten von ihrer Bürde zu befreien. Update 2019-10: Theoretische Grundlagen, praktische Übungen und Kampfkunst-Strategien.

Tags: Kampfkunst und Kampfsport: Ausbildung, Basics, Meister, Chinese Martial Arts, Internals, Essentals, Competition

Push Hands (Tuishou)

Mit dem Händeschieben-Thema sind wir mittendrin im Herz des Taijiquan und Qigong - und es lohnt sich allemal, genauer hinzuschauen. Artikel: Tuishou /Pushhands im DTB-Verband.

Standards statt Szene in der Lehrer-Ausbildung

Qigong Tai Chi Lehrer Deutschland: Fragebogen DTBDer renommierte DTB-Ausbilder Dr. Langhoff hat über 50 Jahre Erfahrung und ist als Experte einschlägig ausgewiesen. Für den DTB (Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V.) leitet er modularisierte Lehrgänge und hat bislang (2022) ca. 90 Intensiv-Wochen sowie ungezählte Wochenend-Lehrgänge und Workshops durchgeführt. Auswertungen belegen exzellente Ergebnisse mit Bestnoten!

Dr. Stephan Langhoff - Tai Chi Qigong richtig Lernen und LehrenWichtig ist dem promovierten Philologen neben dem lebendigen Austausch im persönlichen Unterricht die Qualitätskontrolle mit stetem "Blick über den Tellerrand". Sein Motto "Standards statt Szene" erfuhr unlängst eine grundlegende Bestätigung, als der Krankenkassen-Verband Vdek alle "Fach-Organisationen" der Taijiquan-Qigong-Szene aus dem ZPP-Leitfaden strich (vgl. Tai-Chi-Qigong-Qualitätssicherung: Qualitätssiegel vs Gütesiegel DDQT).

Lernen und Lehren -  "DTB-Community mit Weitblick"

DTB-Community - Dr. Langhoff Ausbildung Taiji QigongZielgruppe der bundesweiten "DTB-Lehrerschmiede" sind Menschen, die Tai Chi Chuan (Taijiquan) und Qigong ideologie-frei erlernen und weitergeben wollen. Sie bilden eine stetig wachsende "Community mit Weitblick". Treffen bieten Kontakte zu anderen Praktizierenden. Zusammen lernen im DTB-Netzwerk bringt Spass und ist sehr effektiv für den Lernerfolg und das tiefere Verständnis. Über den DTB-Dachverband bekommt man bequem stets aktuellen Zugang zu Netzwerken, Foren und Gruppen, die den eigenen Horizont durch Austausch erweitern helfen. Angeboten werden Lehrgänge im berufsbegleitenden Block-Format und vielfältigen finanziellen Förderungen. Sie sind zugelassen als staatlich anerkannter Bildungsurlaub und als Krankenkassen-Zertifizierung (ZPP, GKV, Vdek).

 

TUISHOU: Push Hands lernen

Tuishou Lernen: Partnerübungen chinesischer Innerer Kampfkunst TaijiquanViele Praktizierende des Tai Chi Chuan (Taijiquan) und Qigong erkennen den Wert der chinesischen Tuishou-Partnerübungen leider erst spät, nachdem sie Solo-Formen erlernt haben. Um dieser Verzögerung entgegenzuwirken stuft das Curriculum des DTB-Dachverbands Partner-Formen und Solo-Formen als gleichwertig ein: Mit Solo-Formen lernt man sich selbst kennen und mit Partner-Formen den Partner. Mit den ausgeklügelten Techniken Druck und Zug an einem Partner spielerisch auszuprobieren zeigt manchem seine verborgenen Begabungen auf - und motiviert manche sogar dazu, an Wettbewerben des Tuishou und Sanshou / Sanda teilzunehmen, um Auszeichnungen zu erringen (s. Pushhands Meisterklassen). Seit 2000 organisiert der DTB-Dachverband jedes Vierteljahr fünftägige internationale Events in der Region Nordheide / Hannover. Auch nach 20 Jahren ist der Zuspruch ungebrochen. Die Blockmodule sind als staatlich anerkannter Bildungsurlaub zugelassen und als DTB-Lizenzverlängerung.

Internationale Push-Hands-Treffen Region Hannover

Das Besondere an diesen von mir für den DTB-Zentralverband geleiteten "Push-Hands-Treffen" - es sind mittlerweile über 80 Veranstaltungen - bringen die Teilnehmenden selber mit: Eine offene innere Einstellung ohne die in der Taijiquan-Qigong-Szene vorherrschenden Vorurteile. Diese "Community mit Weitblick" geht mit ihrer Offenheit für übergreifende Zusammenhänge entscheidend über das hinaus, was bei anderen Events dieser Art geboten wird. Weiterlesen: Tuishou- /Push-Hands-Treffen PLZ 1 2 3 4.

PUSH HANDS - FORSCHUNGEN

Früher war es Standard, das Wissen in kleinen Schritten und mit sehr begrenzter Sehweise zu erweitern. Heutzutage sind Fortschritte möglich, die man mit "Quantensprüngen" bezeichnen könnte. Forschungen und Klinische Studien ermöglichen Einblicke, die früher als unmöglich galten.

PUSH HANDS UND RESILIENZ

Das wohl bekannteste Statement zum Pushhands stammt von Yang Chengfu - er verglich die innere Kraft des Tuishou mit "in Watte verpackte Stahlruten". Diese Metapher beschreibt zum einen die biegsame "anfaßbare Resilienz" und zum anderen den unbeugsamen "stählernen Geist", der den flexiblen Körper kommandiert". Dahinter steht das Yin-Yang-Motto des "Siegens durch Nachgeben". Es geht zurück auf den Wushu-Patriarchen Sunzi und sein Grundlagen-Werk "Kunst des Krieges".

PUSH HANDS und INNERE KRAFT

Wenngleich sich die Tiefe der Tuishou-Partner-Routinen nicht auf den ersten Blick erschließt, so ist eine spezielle Charakteristik auf Anhieb auch für "Nicht-Insider" leicht erkennbar: Es ist das "stetige Kleben am Partner" mit den Händen, um den Kontrahenten und seine Absichten besser erspüren zu können als es nur über die Augen möglich wäre. Die "Taiji-Klassiker" sprechen anschaulich von "Tingjin (Hörende Energie)". Und diese traditionellen Überlieferungen künden von geheimnis-umwitterten Anleitungen wie "mit einer Unze 1000 Pfund" zu kontrollieren. Und mehr noch: Es wird die Unbesiegbarkeit reklamiert, wenn man "Gedankenkraft statt Körperkraft" einsetze. Dabei würde nämlich "Qi-Kraft" zum Einsatz kommen - und damit jene Art von "Vital-Energie", die so typisch ist für die asiatische Kultur und ihr Erklärungsmodell innerer Kampfkunst.

Und diese "Innere Kraft" bei den Tai-Chi-Partnerdrills soll hier behandelt werden - allerdings ganz ohne romantisierende Esoterik, Wunschdenken und falsch verstandene "Weichheit". Unter den Realisten haben die historischen Mythen und Legenden chinesischer Meister-Dynastien längst an Strahlkraft engebüßt: Bei Duellen siegen typischerweise eben nicht die Taiji-Meister sondern Vertreter der geschmähten "Externen Stile".

Ich habe in mehreren Aufsätzen davor gewarnt, westliche Push-Hands-Ausbildungen auf chinesischer traditioneller Folklore aufzubauen. Auch habe ich die Gründe erläutert - sie beruhen auf dem, was ich als "Push-Hands-Syndrom" bezeichne. Und meine Aufklärung trägt erste Früchte: Die Wuxia-Heilslehren früherer Zeiten haben in Teilen der Pushhands-Lehrenden bereits kritischem Denken Platz gemacht mit Faktencheck, Grundlagen-Forschung und Klinischen Studien.

Vor diesem Hintergrund hat der Taiji-Qigong-Zentralverband DTB ev. unlängst seine Lehr-DVD-Serie "Philosophie des Ostens" neu strukturiert und erweitert. Das Motto ist "Übe-Praxis für Innere Kraft". In diesem dreiteiligen Set bilden "Stille-Übungen" als die erste Lehr-DVD eine Schritt-für-Schritt-Einführung in die beiden folgenden Aufbau-DVDs "Tai-Chi-Prinzipien" und "Pushhands-Partnerübungen".

Thema sind auch die Körper-Geist-Einheit, das Umgehen mit dem mentalen Stress der Partner-Anwendungen des "Freien Pushhands" und die heute oft unbeachtete Weisung der "Tai-Chi-Klassiker", stets "Voll und Leer zu unterscheiden".

Die in das Modul-Handbuch integrierte Methodik der Ausbildung erleichtert das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge. Darüber hinaus ist der neue Lehr-Ansatz ein Alleinstellungsmerkmal, das Resourcen bündelt und Synergien schafft.

TUISHOU LERNEN LEICHTGEMACHT

Pushhands-Ausbildung: Das Erlernen des Tuishou liegt im Trend und Lehrer werden ist dank der berufsbegleitenden DTB-Ausbildung nicht schwer. Der offizielle Abschluß "Kursleiter" qualifiziert für das ZPP-Prüfsiegel "DEUTSCHER STANDARD PRÄVENTION". Das Modul-Handbuch enthält vier DTB-Konzepte, die sein zeitgemäßes Berufsprofil widerspiegeln. Die Ausbildung in den Partner-Formen erfolgt in berufsbegleitenden modularisierten Blöcken (montags bis freitags). Parallel dazu wird im Heimstudium mit Lernkontrolle geübt.

TUISHOU: Push-Hands-Ausbildung in Deutschland

Im Fokus dieses Tuishou-Artikels stehen Infos zur fachlichen Mindeststandards der Aus- und Fortbildung nach westlichem Berufsbild. Man kann sich bei den unterschiedlichsten Schulen zum Push-Hands-Lehrer ausbilden lassen - wobei der Erfolg oft nicht gewährleistet ist. Ich empfehle ernsthaft Interessierten die Block-Module im Tai Chi Zentrum, der zentralen Schulungsstätte des Deutschen Taichi-Bundes - Dachverband für Tai Chi und Qigong eV. (DTB). Sie können sich dort zum Lehrer ausbilden lassen und dabei auch tiefergehende Potenziale der Partner-Drills für sich erschließen.

Der DTB empfiehlt das Absolvieren einer Prüfung nach der seit 2021 gültigen ZPP-Prüfungsordnung. Zu den nachzuweisenden Kompetenzen für den "DT. STANDARD PRÄVENTION" gehören Kenntnisse in westlicher Medizin und den naturwissenschaftlich-medizinischen Bereichen. Auch Pädagogik (Didaktik / Methodik) und Psychologie für die zwischenmenschlichen Bereiche in der Kurs-Situation wird gefordert. Die Bereiche "Geschichte und Philosophie" des DTB-Modulhandbuchs sind kostenlos downloadbar.

Man beginnt mit einem DVD-Heimstudium. Der DVD-Set umfaßt 18 Stunden Kurs-Material: "Philosohie des Ostens" (3 DVDs), Qigong (6 DVDs) und "Tai Chi-Langform" (9 DVDs). Wichtig: Beim DTB-Verband hat jeder die Gewißheit, nicht an Heilslehren oder Lobbyisten zu geraten. Deren "gefühlte Fakten" können die innere Weiterentwicklung unversehens hemmen (s. den DTB-Report "Push-Hands in Sekten").

 

Lehrer-Ausbildungen für die Zweikampf-Techniken werden in Deutschland zwar überall angeboten, aber die Qualitätsstandards sind nicht vereinheitlicht. Besonders für Laien stellt sich daher anfangs die Frage: Wie gehe ich vor und welche Entscheidungen sind zu treffen? Wie im täglichen Leben auch gabelt sich der Weg zur Meisterschaft hier schon frühzeitig, denn eine grundsätzliche Überlegung zur Lehrersuche ist zu klären: Suche ich einen Lehrer in meiner Nähe oder wähle ich nach Qualität? Beide Prozeduren sind legitim und verständlich, wobei das Kriterium von Qualität mehr Sinn macht, weil man sonst eventuell viel Lehrgeld zahlen muß.

 

Push Hands: ZPP-Auszeichnung für DTB-Programmangebote

Die Pushhands-Formen des DTB-Dachverbands sind ausgezeichnet mit dem Vdek Qualitätssiegel "DEUTSCHER STANDARD PRÄVENTION". Das bedeutet, daß Teilnehmende von Krankenkassen-Kursen einen Teil der Gebühren erstattet bekommen.

In dem Bericht von Olaf aus dem Jahre 2021 geht es um die erfolgreiche ZPP-Zulassung von krankenkassen-geförderten Kursen mit Partnerübungen. Beschrieben wird, wie der DTB-Dachverband und sein zentrales Bildungsinstitut, das "Tai Chi Zentrum Hamburg" dieses Vorhaben umsetzte. Gerade zu Corona-Zeiten rückt die Resilienz-Thematik ja bei vielen Menschen in den Fokus. Die Kombination von stabiler Verwurzelung und Flexibilität hat ja einen besonderen Charme, den Solo-Formen nicht bieten können.

Der ZPP-AK Hannover erstellte für dieses "Präventionsprogramm der ganz besonderen Art" die Stundenverlaufspläne und die Kursleiter-Manuale. Künftig kann nun jeder Tai-Chi-Lehrer in ganz Deutschland eine DTB-Konzept-Einweisung beantragen. Der betreffende ZPP-Arbeitskreis plante bereits vor Corona ein Krankenkassen-Programm. Die spannende Frage war, ob die "ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention") zustimmen würde. Beflügelt von der positiven Prognose des DTB-Vorstands Dr. Langhoff machten sich mein Kollege Bernd und ich uns ans Werk. Quelle: ZPP-Zulassung Pushhands Tuishou. Siehe dazu auch meine Abgrenzung von Pushhands - Tai-Chi-Studio, Nils Klug Hannover.

Tuishou (Hände-Schieben) und Sanshou (Freikampf)

Ein interessantes Thema ist der in der Taiji-Qigong-Szene oft postulierte Gegensatz von Tuishou und Sanshou / Sanda. Es ist hier leider so wie sonst auch bei der politischen Korrektheit der "Taijiquan-Qigong-Szenerie": Die fälschlicherweise unterstellte Unvereinbarkeit ist bezeichnend - und sie sagt mehr aus über die Weltsicht ihrer Urheber als über die Sache selbst. Ich plädiere für mehr Verantwortungsgefühl, Ideologie-Freiheit und Bereitschaft zum Fakten-Check z. B. in den betreffenden Wikipedia-Einträgen. Doch mir ist zugleich klar, daß der "Mob-Rule-Spin" dies nicht duldet und Korrekturen umgehend wieder löscht.

Ich persönlich bin in meinen Anschauungen zum chinesischen Sanda / Sanshou geprägt durch meine 50-jährige Erfahrung im Wado-Ryu-Karate. Diese Stilart als typisch japanisch einzustufen ist bekanntlich falsch, denn der Gründer H. Otsuka hatte stets die chinesischen Wurzeln betont, die Y. Akiyama in die Samurai-Kampfkunst "Jujutsu (flexible Kampfkunst)" im 17. Jahrhundert eingeführt hatte. Ich bin daher mit den zugrundeliegenden Prinzipien, Wirkungsweisen und Methodologien bestens vertraut. Aber ich bin mir schmerzlich bewußt, daß ihre Weitergabe im Rahmen von Blockmodulen meiner Tai-Chi-Qigong-Lehrerausbildungen schnell an Grenzen stößt.

Spricht man von den chinesischen Wurzeln des Jujutsu, und damit des Wado-Karate, so stößt man unweigerlich auf den von mir sehr verehrten Tobin E. Threadgill. Der Kaisho des TSYR-Weltverbands ist wahrscheinlich der weltbeste Kenner der betreffenden Historie und der Techniken. Seine Seminar-Videos, Bücher, Interviews und Posts in Kampfkunst-Foren lassen sich leicht auf die im Sanshou / Sanda maßgeblichen Fragestellungen anwenden. Sie stützen meine These, daß die gängige Trennung von Tuishou und Sanshou falsch ist - es gibt keinerlei ernsthafte Argumente für diese Zweiteilung. Hinzu kommt ja die gemeinsame Kampfkunst-Grundlage mit ihrer geforderten Körper-Geist-Einheit, der körperlich-emotionalen Entspannung und die drei Strategien der Initiative / Führung beim konkreten Kämpfen.

Allerdings geben die heutigen modernen Kampfsport-Events nur einen oberflächlichen Eindruck von der Tiefe, die ehemals das Westen und die Methodik östlicher traditioneller Kampfkunst-Systeme prägte. Ich meine damit speziell die Yin-Yang-Philosophie mit ihrer Betonung von Flexibilität. Heute ist Wushu / Kungfu und speziell das "Sanda / Sanshou" ist zu einem der zahlreichen "Mixed-Martial-Arts-Systeme" verwässert, in dem Anspruch und Wirklichkeit immer mehr auseinanderklaffen.

Speziell das "Tuishou" oder international "Push Hands" mit seinen Prinzipien des "Klebens", "Spürens" und "Folgens" wird der eigentlichen Maxime des "Siegens durch Nachgeben" nicht gerecht. Verantwortlich an diesen Defiziten sind Organisationen und Gruppierungen der "Taijiquan-Szene". Demgegenüber bietet der DTB-Dachverband für Tai Chi und Qigong seinen Mitgliedern in Aus- und Fortbildungen immer tiefer in die fremde Welt der Partner-Routinen einzudringen.

Pushhands-Tuishou-Definition im DTB-Verband

Wushu-Anwendungen lassen sich je nach Stil sehr unterschiedlich interpretieren. Daher gilt es,  bei Recherchen und Analysen nicht "Äpfel mit Birnen zu vergleichen". Es sollte bei Argumentationen stets klar sein, was gemeint ist. Die Tuishou-Pushhands-Definition des DTB-Dachverbandes inclusive der Synonyme ("Schiebende Hände", "Klebende Hände", "Schlagende Hände", "Fühlende Hände" und "Zerstreuende Hände") lautet:

"Tuishou (chin. 推手, Hände-Schieben, international Push Hands)" bezeichnet Partner-Übungen "Innerer Kampfkunst (内家, Neijia)". Sie nutzen "Taiji (太極, Äußerstes Prinzip, Yin-Yang-Einheit)". Dieses Wirkprinzip hat zu einer weiten Verbreitung geführt. Quelle: Definition des Spitzen-Verbandes DTB.

Push-Hands-Prüfsiegel

Die traditionellen chinesischen Wushu-Lehrmethoden und ihre Qualitätskontrolle reichen für westliche Standards der Erwachsenenbildung nicht aus. Überlieferter Wude-Moralkodex und die "Tai-Chi-Klassiker" der Patriarchen sind weder ideologie-frei noch fakten-basiert. Wenngleich sie in der "Pusher-Szene" immer noch monstranzartig vor sich her getragen werden, sind sie de facto für den Adepten ein Hemmnis bei der Entfaltung der eigenen Potenziale. Der Ballast besteht in eng-gefaßten "Qi-Welten", Esoterik-Folklore, Beliebigkeit und Wunschdenken!

Der DTB-Spitzenverband hat moderne Qualitätsstandards entwickelt für Push Hands als ganzheitliche Gesundheitsförderung. Konzepte für die Krankenkassen und die Service-Stelle ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention) stehen allen DTB-Mitgliedsvereinen, Arbeitsgruppen und Lehrbeauftragten kostenfrei zur Verfügung. Dazu gehören Stundenbilder, Kursleiter-Manuale, Standardisierte Konzepte und Teilnehmer-Handouts. Push-Hands-Online-Kurse mit Lernerfolgskontrolle runden die Materialien ab. Mit dem DTB-Prüfsiegel garantieren Push-Hands-Schulen einheitliche Standards. Siehe auch die Standards für Absolventen der DTB-Qigong-Ausbildung: Qualitätssicherung Qigong: Qualitätssiegel vs Gütesiegel und der DTB-Taijiquan-Ausbildung: Qualitätssicherung Taijiquan: Qualitätssiegel vs Gütesiegel.

Push Hands

Der Einsatz von Techniken in den sogenannten "Inneren Kampfkünsten" wie Taijiquan ist verbrämt von mystisch-magischen Narrativen, die von Unbesiegbarkeit künden. Dieser Nimbus von "geheimen Kenntnissen" zieht sich wie ein roter Faden durch die Jahrhunderte - allerdings ohne Belege oder ernsthafte Argumente. Wenngleich viele Experten aus falsch verstandener Loyalität und "politischer Korrektheit" zum diesem "Push-Hands-Syndrom" schweigen oder es herunterdeuteln, so plädiere ich dafür, hier Klarheit zu schaffen.

Ich weise hin auf das anschauliche Merkmal des "Klebens". Bei den mir bekannten und öffentlich zugänglichen Duellen mit externen Kampfkünstlern wie Xu Xiaodong waren die herausfordernden Taiji-Meister nicht in der Lage, diese Grundforderung ihrer Kampfkunst zu erfüllen. Die Angriffstechniken konnten somit ihre volle Wirkung entfalten und wurden keineswegs neutralisiert, wie es in den Mantras der Klassiker stets kategorisch postuliert wird.

Insofern stufe ich solche Herausforderungen chinesischer Taiji-Meister an "Externe Schulen" als eine Art Lackmus-Test ein, weil er den Blick auf überkommenen Folklore-Ballast und systemhafte Schwächen frei legen kann. Mangelhafte Selbst-Einschätzung und blindes Vertrauen auf "gefühlte Fakten" sprechen eine deutliche Sprache und zeigen erneut die Weisheit von Suntses "Schlüssel zum Sieg": Erkenne Dich und erkenne den Gegner"!

 

Push-Hands (Tuishou) als Taijiquan-Anwendung - Ausbildung, Grundlagen, Techniken und Strategien Innerer Kampfkunst

Das chinesische "Tuishou" bedeutet "Schiebende Hände" und wird oft als Push Hands bezeichnet. Bei dieser bekannten Partner-Übung geht es eigentlich nicht so sehr um Gewinnen und Verlieren, sondern um Testen des Strategie-Trainings, bei dem der Partner/Gegner als Yin-Yang-Ergänzung dient. Die unterschiedlichen Arten, mit gegnerischer Energie umzugehen, können getestet, entwickelt und verstanden werden - in der Theorie und in der Praxis!   Mit den "Klebenden Händen" sind wir mittendrin im Herzen des Tai Chi (Taijiquan) und Qigong. Doch das moderne Push-Hands hat mit den ursprünglichen, traditionell gelehrten Wushu-Drills kaum noch etwas gemeinsam. Und dennoch lohnt es sich allemal, genauer hinzuschauen, denn das dem "Händeschieben" innewohnende Potenzial ist beachtlich - und jeder kann es für sich nutzen! Korrekt erlernt und regelmäßig praktiziert weisen die Techniken der "Schiebenden Hände" den direkten Pfad zum tieferen Verständnis der "Chinese Martial Arts Internals". Ihre Attraktivität verdanken sie der Dynamik ihrer ausgeklügelten Strategie, die eine unvorteilhafte, bedrohliche Situation in eine dominierende Sieger-Position wandeln sollen - ganz so wie es die "Taijiquan-Essentials" der Klassischen Schriften beschreiben. Doch in der Praxis der "Szene" scheitern sie grandios.

DTB-Cheftrainer Dr. Stephan Langhoff informiert sachkundig über das Thema Pushhands / Tuishou lernen. Der Dan-Träger betont in der Zielsetzung Resilienz-Training und Alltags-Transfer. Seine Lehrmethodik beruht auf dem DTB-Modulhandbuch C4 ("Push Hands Meister-Klasse"). Er konstatiert:

Ich habe während meiner fünfzigjährigen Praxis in Inneren Kampfkünsten auch zur faszinierenden Thematik des "Push-Hands" reichhaltige Erfahrung sammeln können, die mir heute bei meinen Beratungen gut zustatten kommen. Für mich bilden Partner-Routinen wie das Tuishou des Taijiquan bildlich gesprochen "die DNA innerer Kampfkünste". Man sollte ihm unvoreingenommen gegenübertreten und auf Vorannahmen verzichten. Und im Rahmen dieser Prämisse kann und sollte man unterschiedlichste Tuishou-Perspektiven einnehmen können. Nur so ist ein tieferes Verständnis dieser vielschichtigen Sparte erreichbar. Mein Ansatz beinhaltet zudem eine ausgeklügelte Lernerfolgskontrolle (s. Lernkontrolle-PDF im Login-Bereich).

Tuishou (Push Hands) Internet-Recherchen

Bei Internet-Recherchen kann jeder ohne viel Aufwand erkennen, daß die Schlagwörter "Tuishou" bzw. "Push-Hands" einen "Kult-Status" genießen. Das bedeutet, sie werden typischerweise dominiert von Anhängern der längst widerlegten "Wudang-Shaolin-Doktrin". In deren Community herrscht im allgemeinen leider ein von Infotainment, Magie, Ehrfurcht und Verheißung bestimmtes Klima. Das Motto "Push Hands is what I want it to be" ist Name und Programm zugleich; es ist bezeichnend für die heutige Beliebigkeit, mit der sich jeder seine eigene Tuishou-Welt malt, wie sie ihm gefällt. Daraus entstehen dann rasch Extreme: Die Übungen können ebenso einem höfisch-vornehmen Tanz gleichen und dann wieder einer ausgewachsenen Rangelei. Beides sind Sackgassen.

Ich grenze mich von deren "gefühlten Wahrheiten" ab mit meiner Methodik des "Richtig Lernen und Lehrens". Ich empfehle meinen unromantisch-nüchternen Ansatz als eine Art Königsweg, der ganz ohne jeden Folklore-Ballast auskommt, für jeden geeignet ist und durch seine permanente Lernkontrolle hoch-effizient ist. Siehe dazu mein Update 2019 zum Essay: Tuishou: Push-Hands-Treffen, Meister, Orte, Termine, Ausbildung, Online-Kurse.

Tuishou (Push Hands) und "Chinese Martial Arts Internals"

Dr. Langhoff über Partnerübungen des Tuishou (Pushhands)Vielen Praktizierenden des Tuishou (Pushhands) gilt ihre Disziplin als eine Art "Abkürzung zur Unbesiegbarkeit". Diese insbesondere von chinesischen Taiji-Meistern propagierte romantische Folklore beruht auf dem "Qi-Mantra" der Taiji-Klassiker und ihres berühmtesten Protagonisten, dem Altmeister Yang Chengfu. Ich hingegen kritisiere solche Zauberspruch-Magie und Verheißungen des "Übervaters" als irreführend und sogar ungeeignet für das eigene Weiterkommen, Für mich sind innere Kampfkünste (von denen es ja viel mehr gibt als Taijiquan) vielmehr der Königsweg dazu, die Dinge so zu sehen, wie sie sind - ganz nüchtern jenseits allen Wunschdenkens. Grund genug, einen Blick hinter die romantischen Kungfu-Kulissen zu werfen und sich einmal detaillierter mit dem spannenden Bereich zu befassen, der als grundlegend für "Chinese Martial Arts Internals" gilt.

Das "Hände-Schieben" durch die Brille der nüchternen Fakten zu betrachten stößt in der Verbände-Szene Deutschlands allerdings nicht auf Gegenliebe - zu tief verwurzelt sind "Politische Korrektheit" und Loyalität gegenüber den Neijia-Erzählmustern chinesischer Lehrmeister. Ihre Doktrin postuliert einen engen Wesenszusammenhang von QI-ESOTERIK mit TUISHOU, FAJIN, TAIJIQUAN und den "MARTIAL ARTS ESSENTIALS". Diese enge Sehweise ist eine Sackgasse und ich möchte zu einer vernünftigeren Behandlung des hochspannenden Tuishou-Thema beitragen (s. meinen englischsprachigen Artikel "Tuishou in Taijiquan and the burden of legacy").

Traditionell gesehen beruht das breitgefächerte Spektrum der sogenannten "Inneren Kampfkünste" auf drei Haupt-Säulen: 1. dem "Zhuang Zhan (Pfahlstehen)", 2. den Solo-Formen und 3. den Tuishou-Partner-Routinen. Diese ganzheitliche Methodik-Kombination liefert die nötige innere Kraft zum Kämpfen gegen äußere Gegner wie auch gegen die inneren Gegner in sich selbst - und genau dies gehört ja zu den ultimativen Zielsetzungen östlicher Kampfkunst und letzlich des Buddhismus / Taoismus.

Hier befassen wir uns mit der 3. Säule, dem großen Repertoire der Zweikampf-Sets. Anders als bei den beiden ersteren liegt hier der Fokus nicht auf der eigenen Person sondern auf der Auseinandersetzung mit einem Kontrahenten. Man trainiert dabei nach dem anfänglichen "Verbinden" aufbauend das "Nachgeben in jeglicher Hinsicht" und insbesondere das "Kleben", "Folgen" und "Ableiten". Zu diesen defensiven "Yin-Qualitäten" kommt noch der Angriff im richtigen Moment mit "Fajin" als "Yang-Anteil" hinzu. Die Grundlage bildet dabei das Verständnis dessen was traditionell "hörende Energie" genannt wird.

Auf die Frage "Was bedeutet Push-Hands und wozu dient es" gibt es entsprechend unterschiedliche Antworten - je nachdem, wen man fragt. Ein Großteil der angebotenen "Erklärungen" ist leider in hohem Maße unqualfiziert - und sagt mehr über den Urheber aus als über die Sache selbst. Ein Grund ist, daß nicht berücksichtigt wird, daß das moderne Tuishou mit der ursprünglichen Selbstverteidigung kaum noch etwas gemeinsam hat. Angesichts der mangelnden Kenntnisse in der Community möchte ich im folgenden gern einen Beitrag leisten zur Beschreibung dieses durchaus faszinierenden Themas.

Push-Hands-Ausbildung: Der Lehrinhalt "Push Hands" in meiner Methodik des "Richtg Lernens und Lehrens"

Das chinesische Tuishou hat in meiner Methodik des "Richtig lernen und lehren" einen festen Platz. Das ideologie-freie Curriculum bietet wesentlich mehr und anders gearteten Raum für eigene Weiterentwicklung als die engen herkömmlichen Ansätze der deutschen und internationalen Anbieter-Szene, deren Mängel und Defizite ich bereits an anderen Stellen ausführlich erklärt habe. Für mich ist Faktencheck ungleich ergiebiger als fantasievolle mysteriöse "Chi-Narrative", die schon oft genug zu einer Überschätzung der eigenen Kompetenz geführt haben - ich erinnere an die verlorenen Duelle von "Taiji-Meistern" wie der das von Wei Lei gegen MMA-Fighter Xu Xiaodong.

Viele Adepten wollen von mir persönlich unterrichtet werden - und so mancher ist darunter, der bereits woanders Lehrgeld hat zahlen müssen. Es ist ja eine Binsenweisheit, daß auf dem Markt der "Institute", "Akademien" und "Tempel" mehr Schein als Sein vertreten ist. Vollmundige Versprechungen von Heilslehren und Handelsware überwiegen seriöse Lehr-Angebote wie die des DTB-Dachverbandes bei weitem. Ich rate davon ab, so grundlegende Fachbereiche wie das Tuishou / Pushhands der einseitig-engen Sehweise von Sekten und Lobbyisten zu überlassen, weil ihre geschönten Sehweisen keine wirkliche Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeiten bieten können. Meine Schüler in den von mir geleiteten DTB-Ausbildungen erkennen dies mit sicherem Gespür. Ich bezeichne diese DTB-Gemeinschaft gern als "Community mit Weitblick".

Im Rahmen meiner Taiji-Qigong-Ausbildung leite ich persönlich viermal jährlich Treffen, auf denen sich auch die Push-Hands-Partner-Routinen großer Beliebtheit erfreuen. Da Praktizierende aus ganz Deutschland anreisen, besteht bei den Zwei-Mann-Übungen durchweg mehr Möglichkeiten zu wechselnden Partnern als im kleineren Kreis zuhause.

Das Besondere an diesen "Push-Hands-Treffen" - es sind mittlerweile über 80 Veranstaltungen - bringen die Teilnehmenden selber mit: Eine offene innere Einstellung ohne die in der Taijiquan-Qigong-Szene vorherrschenden Vorurteile. Diese "Community mit Weitblick" geht mit ihrer Offenheit für übergreifende Zusammenhänge entscheidend über das hinaus, was bei anderen Events dieser Art geboten wird. Statt der gängigen Esoterik-Folklore und gestrigen Mantras von "Taijiquan als bester Kampfkunst" ist es uns ein Bedürfnis, über den Tellerrand traditioneller Glaubensanschauungen zu schauen. Wir ersetzen das gängelnde "Glauben-Müssen" durch ein ideologie-freies "Wissen-Wollen".

Die große Nachfrage zeigt den weiterhin großen Bedarf. Ein Grund: Viele Einrichtungen mit westlicher Erwachsenenbildung lassen ihre Mitarbeitenden beim DTB-Dachverband aus- und fortbilden. Sein wissenschaftlich basiertes Korrektiv bietet eine bewährte Alternative: Warum sollte man sich ausgerechnet bei einem Vertreter von Heilslehren weiterbilden oder einem Lobby-Verband? Beides ist aus DTB-Sicht eine Sackgasse für die eigene persönliche Weiterentwicklung.

"Chinese Internal Martial Arts"

Praktizierende des Tai Chi Chuan und Qigong sind oft fasziniert von den Tuishou-Routinen der Inneren Kampfkünste mit ihren kreisenden Bewegungsfolgen nach dem Yin-Yang-Prinzip. Und in der Tat haben es die ausgeklügelten "Push-Hands-Internals" dieser Bewegungsschleifen in sich und die anschauliche Bezeichnung "Klebende Hände" ist Name und Programm zugleich! Push Hands stellt den komplementären Gegenpol dar zur Solo-Taijiquan-Form und zugleich auch zu Qigong-Techniken ohne Bewegung (Stand-Übungen, Pfahlstehen / Zhang Zhuan).

Viele kennen asiatische Kampfkunst durch die harten vehement vorgetragenen Zweikämpfe, bei denen es erst im Endpunkt der Technik zum Kontakt der Kontrahenten kommt. Wenn dabei der Stärkere und Aktivere siegt, so ist das eigentlich zu erwarten - und keineswegs eine Kunst. Man grenzt dieses Phänomen deshalb oft mit der Bezeichnung "Kampfsport" ab und ordnet sie den entsprechenden Sparten von Sportvereinen und Kampfsport-Schulen zu.

Das gesamte Spektrum sogenannter "Innerer Kampfkünste" wie Taijiquan nutzen hingegen eine ganz andere, viel subtilere Methodik, nämlich die "Sung-Entspannung". Diese wird durch langjähriges Training automatisiert und beinhaltet eine umfassende Flexibilität auf physischer, psychischer und emotionaler Ebene. Benutzt werden eine Reihe von ausgeklügelten Prinzipien (Internals" oder "Essentials") .

Zu den bekanntesten und wichtigsten dieser Hauptpunkte zählen stetiges Kleben, Nachgeben und Folgen. Sie bilden traditionell gesehen die überall akzeptierte Push-Hands-Grundlage. Es ist kein Wunder, daß de hohen Anforderungen für jeden Adepten eine einzigartige Herausforderung darstellen. Viele scheitern übrigens, weil sie fälschlicherweise "Yang-Mechanismen" des Alltags in den Tuishou-Zweikampf übertragen statt auf Nachgiebigkeit, Sanftheit und Spüren zu vertrauen.

Übergreifend betrachtet, ergeben das Tuishou, das Taijiquan und das Qigong historisch wie technisch eine untrennbare Einheit: Alle drei Bereiche nutzen die Innere Kraft, die die chinesischen Meister seit jeher als "Qi" bezeichnen. Ähnliches gilt übrigens auch für das " Fajin"".

Doch diese traditionell geprägte Auffassung enthält gravierende Mängel und ist zudem nicht ideologie-frei; dieser Folklore stellen Experten wie DTB-Ausbilder Dr. Stephan Langhoff ein wissenschaftliches, weltanschaulich neutrales Korrektiv entgegen, das u. a. die Ergebnisse moderner Studien zu Faszien einbezieht. Quelle: Englischsprachige DTB-Doku 2019-10 "Push-Hands-Internals / Chinese Internal Martial Arts".

Hintergründe und Quellen zum Thema Push Hands

Was wir heutzutage wissen über das Tuishou-Thema, stammt aus einem ganzen Spektrum unterschiedlichster Quellen. Behandelt werden die aus der Kampfkunst-Methodik stammenden Partnerübungen an mehreren Stellen der sogenannten "Tai-Chi-Klassiker". Zu ihnen zählen auch Überlieferungen in den Taiji-Dynastien der Wu-Familie und der Yang-Familie. Bekannt sind vielen die Push-Hands-Texte, die dem Yang-Luchan-Sohn Yang Banhou zugeschrieben werden. Bis heute folgt die Yang-Familie dem schon in den "Klassischen Schriften" vertretenen Dogma, das Fajin und das Tuishou seien eine einzigartige Erscheinung, die es allen anderen Kampfkünsten überlegen mache. Mehr zu der Widerlegung dieses Vorurteils auf der TCDD-Homepage. Die behauptete Einzigartigkeit ist leicht widerlegbar, denn in vielen asiatischen Kampfkunst-Systemen gibt es entsprechende Methodiken und Wirkprinzipien. Ihre Überlieferungen bilden wertvolle weitere Ergänzungen zum Thema und erweitern die Quellenlage grundlegend.

Mängel und Defizite

Dr. Langhoff: Ich bin in meinem Amt als Berater mehrerer Verbände leider auf zahlreiche Mißstände gestoßen. Es existiert ja kein "Push-Hands-TÜV", der letzt-instanzlich für die eigentlich nötige Transparenz sorgt. Der Markt ist unübersichtlich und Lehrende ersetzen ihre fehlende Qualifikation oft genug durch Guru-Nimbus und Show-Spektakel.

Diverse Inkompetenz und Tricksereien haben in der Szene zu recht oberflächlichen Sehweisen und Brimborium geführt, von denen ich mich in meiner Verbandsfunktion als DTB-Ausbilder klar abgrenze. Für viele bin ich zu einer Art Mentor geworden, den sie jederzeit um Rat fragen können. Der DTB-Dachverband hat mit Ideologie-Freiheit und Faktencheck ein bewährtes Korrektiv geschaffen zur weitverbreiteten Esoterik-Folklore und Infotainment.

Tuishou der Meister des Yang-Familien-Tai-Chi-Chuan

Push-Hands-Unterricht bezieht sich oft auf das Chen-Stil-Taijiquan oder das Wu-Stil-Taijiquan. Hier geht es hauptsächlich um das Tui Shou der Yang-Familie und die Lehrer-Ausbildung. Doch man sollte wissen, dass es in der Yang-Familie selbst unterschiedliche Definitionen von "Yang-Family-Tai-Chi" gibt. Dies geht auf den ältesten Yang-Chengfu-Sohn Yang Sau Chung zurück, der NICHT das neue, vereinfachte Tai Chi Chuan seines Vaters tradierte sondern das der Yang-Familie. Daher ist es konsequent, DIESES Tai Chi mit dem dazugehörigen Push Hands Yang-Family-Tai-Chi zu nennen. Doch bekanntlich bezeichnet Linienhalter Yang Jun, der weltweit Yang Chengfu Center etabliert, sein Tai Chi ebenfalls als Yang-Family-Tai-Chi-Chuan. Dies wird genauer dargestellt auf www.yang-chengfu.org

Push Hands im Yang-Stil-Taijiquan

Tuishou-Kampfkunstanwendungen sind naturgemäß älter und grundlegender als die Taijiquan-Formen. Und sie waren als "Qi-Test" naturgemäß extrem realistisch, wobei Wunschdenken keinen Platz hatte. Basis der ohne Ende fließenden Yin-Yang-Bewegungsschleifen sind die Tuishou-Routinen der Yang-Familie nach Altmeister Yang Chengfu. Der "große Standardisierer" hatte die früher geheimen Überlieferungen der "Inneren Kampfkunst" abgeändert und in der Öffentlichkeit verbreitet. Viele seiner Schüler wie die Großmeister Fu Zhongwen, Chen Weiming, Cheng Manqing und Tung Yingchieh gelten als Push-Hands-Meister erster Güte. Wie man an der Graphik sieht, ist Yang Chengfu im Geiste auch in Hamburg zu Gast - allerdings von Ideologie-Ballast gereinigt. Ihm galt die Tuishou-Disziplin als eine Art "Königsweg zur Unbesiegbarkeit". Sein Dogma der "Wudang-Shaolin-Dichotomie" beruhte auf den Taiji-Klassikern und er baute darauf seine Interpretation der Tai-Chi-Essentials auf. Seinen Sohn Großmeister Yang Zhenduo hatte Dr. Langhoff seinerzeit für Seminare nach Hamburg eingeladen. Thema waren die Tai-Chi-Prinzipien. Sie liegen auch dem Tuishou zugrunde und machen sie an einem Partner "anfaßbar". Auf Dr. Langhoffs Einladung hin unterrichtete auch Meister Fu Shengyuan Push-Hands-Formen in Hamburg. Er ist der Sohn von Fu Zhongwen, der als Push-Hands-Koryphäe weltweit bekannt ist. Fu war Yang-Chengfu-Meisterschüler und hatte auch im Bereich des Yang-Stil-Tuishou einen großen Erfahrungsschatz.

Chinesische Push-Hands-Meister - eine Graduierung auf dem Prüfstand

Die Reputation heutiger Push-Hands-Meister wird in der Community des "Taiji-zu-Zweit" kontrovers diskutiert. Für einen Teil sind sie strahlendes Vorbild während sie für eine wachsende Zahl von Praktizierenden problematisch geworden sind. Dies ist angesichts der Negativ-Schlagzeilen über Schwindeleien kein Wunder. Nachdenklich muß auch stimmen, daß Push-Hands-Meister bzw. Taiji-Meister in Duellen keine gute Figur machen, um es einmal höflich zu formulieren.

 In der heutigen Zeit wird die Kompetenz chinesischer Meister weitaus kritischer hinterfragt als in der Vergangenheit. Folklore und Magie haben durch verbesserte Aufklärung beispielsweise durch den DTB-Dachverband an Strahlkraft verloren. Auch haben sich die ursprünglichen Ziele des Tuishou im Laufe der Zeit stark verändert. Nicht die "Unbesiegbarkeit" steht im Fokus sondern die Entwicklung von "Soft Skills mit Alltagstransfer".

Auch ist die Graduierung als "Push-Hands-Meister" bei genauerem Hinsehen ja wenig aussagekräftig. Und sie sind keineswegs ein "Lackmus-Test für innere Qi-Kraft": Dieses traditionelle Mantra ist ja längst widerlegt. Zudem gab es historisch-technisch gesehen zahlreiche Hybrid-Stilarten, bei denen sich "externe" und "innere" Methoden mischten. So sind die Prinzipie "Verbinden-Haften" und "Folgen-Kleben" ja in vielen Kampfkünsten überliefert - nicht nur im Taijiquan.

Wenn Push-Hands-Meister heutzutage die "Wudang-Shaolin-Doktrin" bemühen, ist dies eher ein verzweifelter Versuch, die Probleme der Szene herunterzudeuteln. Das beliebte "Gruppen-Pushen", die "klebenden Tauben" und andere fragwürdige Demonstrationen sind für die Taiji-Dynastien aller Stile sicherlich keine gute Visitenkarte. Gleiches gilt für peinliche Demonstrationen, bei denen sich loyale Schüler extra so pushen lassen, daß ihr Lehrer gut aussieht.

Dr. Langhoff über das Push Hands seiner chinesischen Lehrmeister aus heutiger Sicht I

Jeder sollte aber wissen, daß ich mich von vielen Aussagen der Yang-Taijiquan-Gemeinde klar distanziere, da sie für mich allzuviel rückwärts-gerichteten Ballast enthalten. Aus heutiger Sicht halte ich es für einen Irrweg, das Tuishou der Yang-Familie als Kampfkunst anzusehen - allzuweit haben sich die Auffassungen und Anwendungen im Laufe der Zeit seit Yang Luchan von realistischer Selbstverteidigung entfernt. Bereits die in Chen Weimings Buch "Taijiquan Ta Wen" erwähnten Ratschläge seines Lehrmeisters Yang Chengfu zu Kämpfen mit Kontrahenten des Shaolin-Kungfu zeugen für mich von Weltfremdheit und scheinen von Wunschdenken beseelt.

Der damalige chinesische Zeitgeist, dessen Irrlehren und Vorurteile bis heute auch von zahlreichen deutschen Tuishou-Lehrern ganz ernsthaft vertreten werden, ist mit den Prinzipien und Standards westlicher Erwachsenenbildung unvereinbar. Daher hat der DTB-Zentralverband dazu ein bewährtes Korrektiv entwickelt, welchem ich in meinem Pushhands-Unterricht folge. Dem ideologie-freien DTB-Konzept folgen immer mehr deutsche Verbände. Das DTB-Korrektiv ist damit ein gangbares und umfassendes Korrektiv zu Heilslehren und Lobby-Verbänden.

Dr. Langhoff über seine chinesischen Tuishou-Meister aus heutiger SichtAlle meine chinesischen Lehrmeister (vorwiegend aus dem Yang-Stil-Taijiquan) habe ich befragt nach ihrem Tuishou-Verständnis und ihrer Interpretation der Passagen der "Klassischen Schriften". Insbesondere gibt es dabei um "4 Unzen beisegen 1000 Pfund". Bereitwillig standen sie mir Rede und Antwort und sparten nicht mit Insider-Details der praktischen Ausführung. Doch meine eigenen Vorstellungen, die aus dem Shindo Yoshin Ryu Jujutsu, der Urform des Wado-Karate stammten, weichen in Theorie und Praxis entscheidend davon ab. Esoterisch-schwärmerische Wushu-Folklore ist meine Sache nicht. Rückblickend empfinde ich meine chinesischen Lehrmeister nicht (wie sie sich selbst) als Protagonisten der "wahren Lehre der Inneren Kampfkunst Taijquan", die allen anderen Kampfkünsten überlegen sei und unbesiebar mache. Vielmehr sind sie für mich einseitig ausgerichtet an ihren traditionellen Ideologien mit all ihren Defiziten und Irrtümern. Diese romantischen Illusionen gründen auf dem Wudang-Shaolin-Zeitgeist von Yang Chengfu und den von ihm bemühten "Klassischen Schriften".

All das bedeutet, ich vertrete eine Meinung, die von vielen in der Taijiquan-Qigong-Szene Deutschlands abweicht. Chinesische Push-Hands-Meister sind durchweg auch Meister im Anpreisen von "Tuishou-Geheimnissen" und Bildung von "Inneren Zirkeln" mithilfe ihrer Meisterschüler. Ich erkenne nach 50 Jahren Praxis Innerer Kampfkunst ganz nüchtern das altbekannte Fazit, welches heutzutage zum Alltag gehört: Die Tuishou-Hypes enthalten viel Neues und Gutes - aber das Neue ist nicht gut und das Gute ist nicht neu!

Anders als ich bleiben fast alle meine Kollegen bei den Neijia-Narrativen ihrer chinesischen Lehrer - für mich ist das verständlich, denn sie vertrauen ihnen, verkaufen deren "Heilslehren-Handelsware" und hängen oft genug immer noch der Illusion von "bester Kampfkunst Tuishou" und "Unbesiegbarkeit durch Taijiquan" an. Auch haben sie - anders als ich - offenbar keinerlei Ehrgeiz, die Dinge durch Realismus zum besseren zu wenden und überholten Ballast über Bord zu werfen.

Wer also eine Push-Hands-Schule bzw. einen Push-Hands-Lehrer sucht, sollte sich fragen: Soll es ein Heilsbringer sein, ein Lobbyist oder beides in einem? Wer bei ihnen lernt, schöpft m. E. sicherlich nicht sein volles Potential aus. Er kann sich nur bedingt weiterentwickeln, sondern bleibt innerlich klein und einseitig informiert. Meine Methodik des "Richtig Lernens und Lehrens" ist genau am Gegenteil orientiert: Der Entwicklung gefestigter Persönlichkeiten, die gelernt haben, richtig zu handeln!

"Sung-Entspannung" - ein grundlegendes Konzept chinesischer Übesysteme

Für Praktizierende der "Chinese Internal Martial Arts" steht das "Sung-Methodik" an erster Stelle, denn "Sung" bildet den Schlüssel zur "Innteren Kraft". Ein erster Lernschritt ist der korrekte Muskel-Tonus. Grundsätzlich wichtig: Sung-Entspannung ist nicht das Ziel sondern die Methode. Doch viele scheitern an dieser Forderung nach "Loslassen". Dies ist ein guter Grund, sich einmal eingehend mit diesem Wirkprinzip zu beschäftigen.

"Sung (chines. Entspannung)" bezeichnet eine psychisch-physische Lockerung, die sehr tiefgehend ist. Je weiter man fortschreitet, desto schwieriger wird es, zusätzliche Fortschritte zu erreichen. Optimales "Sung" schafft optimale Verkettung im Körper. Traditionell erklärt man Sung mit dem Qi-Begriff - das Qi muß fließen. Doch mein Ansatz braucht den Qi-Begriff nicht - die moderne Faszien-Forschung erklärt mir die Phänomene viel plausibler. Man denke nur an die Erkenntnisse zu den "myo-faszialen-Verbindungen".

Ich persönlich veranschauliche diese "Sung-Verkettung" gern mit dem Bild eines "Supra-Leiters", in dem ein ungebremster Fluß ohne Reibungsverluste besteht. Zum einen ermöglicht er beim Fajin eine vollständige Energie-Durchleitung ohne Einbußen und zum andern ermöglicht er bei Tuishou ein höchst empfindsames "Hören" der Partner-Strategien und seines Kraftflusses. "Sung" ist die wohl wichtigste Gemeinsamkeit des "Fajin" und "Tuishou". Denn nur Sung-Entspannung ermöglicht optimales Fajin und dies wiederum perfektioniert das Tuishou. Ein Nebenaspekt, den man auch beachten sollte ist die Innere Widerstandskraft, die dabei eintwickelt wird - s. Qigong-Resilienz. Vergleiche dazu meinen Artikel Fajin, Sung, Tuishou. Lektionen zum Selbstunterricht sind downloadbar auf der TCDD-Homepage unter Fajin-Techniken der Explosivkraft .

Das "Hart-Weich-Mantra"

Zu den gängigen "Pushhands-Essentials" zählt die (einseitige) Forderung nach "Weichheit" oder "Sanftheit" in der Auseinandersetzung mit einem Kontrahenten. Die korrekte Anwendung polarer Yin-Yang-Qualitäten wird im Pushhands häufig mißverstanden - die Weichheit ist ein methodischer Weg zum Umgehen mit der Energie des Kontrahenten aber sie ist weder Selbstzweck noch das Ziel. Ganz im Gegenteil ergibt sich aus korrekter Sung-Entspannung und optimierter Körperstruktur beim Kontern ganz von selbst die "Innere Kraft", die alles andere als "weich" sein kann. Ich vergleiche sie gern mit einem Hydraulik-System, welches unkomprimierbare Flüssigkeit als Kraftvektor benutzt.

"Tuishou spielen" / "Pushhands spielen"?

Manche Meister leben eine seltsam-skurrile Art von "Lehrer-Schüler-Beziehung". Zu ihrem Repertoire gehören auch auch Inszenierungen wie "Des Kaisers neue Kleider". Dies ist bei vielen Schulen die Nr. 1 auf dem Spielplan. Beispielsweise nehmen sie Schüler als Partner, die auf lächerlich-absurde Art willfährig "mitspielen" - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Jedem der Beteiligten sollte ein solches "Schauspiel" eigentlich peinlich sein!

Schon deswegen sollte man die Bezeichnung "Push-Hand-Spieler" oder "Tuishou spielen" höchstens für diese fragwürdige Art von Show benutzen. Solches falsches Strategie-Verständnis von Partner-Routinen führt langfristig zu völlig falschen Einschätzungen der eigenen Kompetenzen - im Kampfkunst-Training eine höchst fatale Konsequenz. Zudem erschwert es dem Schüler den doch so nötigen Fortschritt auf dem Weg, der bekanntermaßen doch das Ziel des Daoismus / Buddhismus darstellt.

Schulen und Lehrende - Anbieter ist nicht gleich Anbieter

Wer das "Hände-Schieben" fundiert erlernen möchte, sollte bei der Wahl einer geeigneten Schule sorgfältig vorgehen, denn vieles läuft schief in der "Taijiquan-Qigong-Szenerie" und ist irreführend. Man kennt ja jene magisch anmutenden Tuishou-Demos zur Genüge, bei denen der Meister mit einem einzigen Impuls eine ganze Gruppe seiner Schüler über die Bühne stößt. Nicht nur bei Bewunderern steigt dabei der Blutdruck sondern auch bei mir - allerdings nicht, weil es Eindruck macht, sondern weil ich mich dafür schäme, daß man auf solche billige Art versucht, Leute "hinter die Fichte zu führen"!

Tuishou-Üben in den "inneren Zirkeln"

Im Internet mit den Spin-Doktoren seiner Kampfkunst-Foren / Kampfkunst-Boards und auf Treffen wird das Tuishou-Thema oft einseitig-romantisch behandelt. Esoterischer Guru-Nimbus und Wude-Moralkodex sind in der Pushhands-Gemeinde weiter verbreitet als viele denken. Die Szene-Protagonisten frönen dem Wunschdenken von Gedankenkraft, angeblicher Einzigartigkeit und Unbesiegbarkeit durch Qi-Energie (Fajin). Viele vertrauen auf die Wushu-Dogmen ihrer chinesischen Meister und hegen vielfältige Ressentiments gegen nüchterne Faktencheck-Überprüfung ihrer Credos. Das typische, gut gemeinte "Mitspielen" ist genau genommen eine Sackgasse, denn es verhindert oft genug realistische Einschätzungn der eigenen Fähigkeiten.

Tuishou-Üben in der DTB-Gemeinschaft

Die gemeinnützige DTB-Bundesvereinigung für Taiji und Qigong hat zahlreiche Besonderheiten. Ihre Mitglieder bilden eine "Gemeinschaft mit Weitblick", weil sie nicht der traditionellen Weltsicht chinesischer Taijiquan-Qigong-Organisationen folgen müssen. Im DTB wird vieles offen diskutiert, was man in anderen Verbänden - aufgrund der "political Correctness" - so nicht ansprechen darf.

(Verbände-Update 2019-10)

Eine bundesweite Verbände-Allianz unter der Ägide des DTB-Zentralverbandes erstellt ein Tuishou-Regelwerk, in dem die Bereiche Gesundheit, Meditation und Kampfkunst ganzheitliche Berücksichtigung finden. (Quelle: DTB-Doku: Push-Hands-Treffen deutschland-weit / Tuishou in Kampfkunst, Kampfsport / Wettkampf, Basics, Internals, Essentials).

Push Hands-Ausbildung / Push-Hands-Treffen

Unter meiner Leitung bietet der DTB-Dachverband eine bundesweite Tuishou-Lehrerausbildung an, die auf westlichen Standards der Erwachsenenbidung basiert. Das bedeutet, daß ihr Curriculum ideologie-frei und fakten-basiert entwickelt wurde. Zudem wird es bundesweit nach einheitlichen Standards angeboten. Internationale Push-Hands Treffen.

Andere Taiji-Qigong-Organisationen bewerben ihre Pushhands-Ausbildungen oft als "traditionell", "klassisch" oder "authentisch". Dazu gehören neben Legenden-Gläubigkeit und viel Pathos auch Begriffe wie "Akademie", "Tempel", "Mönch" uvm. Der DTB rät von solcher Etikettierung ab, da ihr die Transparenz fehlt. Viele Schulen stehen Wunderheilern, Heilslehren oder Lobbyverbänden nahe. Personen, der eine seriöse Push-Hands-Ausbildung anstreben, sollten sich fragen, ob er wirklich diesen Kernbereich des Taijiquan und Qigong von einem Ausbilder erlernen möchte, der folkloristische oder kommerzielle Aspekte zur Leitlinie erhebt. Die DTB-Lehrercheckliste mit PLZ-Fachkräfte-Datenbank finden Sie hier: Push-Hands-Ausbildung.

 Push-Hands-Ausbildung Hannover

Der Arbeitskreis "Push-Hands-Ausbildung Hannover" wurde unlängst gegründet mit dem Ziel die Treffen in der Nordheide mit Unterricht im nahegelegenen Hannover zu ergänzen. Dabei geht es um Partnerübungen des Yang-Stils und des Chen-Stils im Curriculum des Ressorts Ausbildung Hannover . Unterstützung kommt auch vom Hamburger Kompetenz-Team - es stellt die Trainer und Teilnehmer-Unterlagen. Auch Push-Hands-Online-Kurse sind Teil des Angebots. Räumlichkeiten werden noch gesucht für Zusatz-Wochenenden / Block-Module. Quelle: Ausbildung Hannover.

Push Hands Lernen mit DTB-Ausbilder Dr. Langhoff

Zu den grundlegenden Tuishou-Routinen meines Unterrichts gehören vertikaler Kreis, horizontaler Kreis sowohl einhändig als auch zweihändig. Ich lehre die Bewegungsschleifen sowohl im Taiji-Grundstand als auch im Taiji-Bogenschritt. Im Rahmen der zugrundeliegenden Yin-Yang-Methodik werden sowohl die Angreifer-Rolle als auch die Verteidiger-Rolle intensiv vermittelt. So können die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede präzise herausgearbeitet und differenziert werden. Teil des Curriculums sind auch die Dalü-Schrittfolgen, die Nairiki-Kata und weitere Aufbau-Übungen zur Entwicklung der Inneren Kraft. Während der Präsenzseminare trainiert jeder mit wechselnden Partner und lernt so "spielend", sich auf unterschiedlichen Situationen einzustellen.

Update 2019-10: Gerade ist das 81. Push-Hands-Treffen des DTB-Zentralverandes in der Region Hannover zu ende gegangen. Der Name ist Programm und inspiriert Praktizierende aus allen Himmelsrichtungen dazu, immer wiederzukommen - manche von den Ausbildern waren bereits bei über 20 Treffen dabei. Es war wiederum international durch Teilnehmende aus dem Ausland - diesmal China, Dänemark und Italien. Quelle: Tuishou-Treffen Region Hannover. Dort auch Archiv, Terminkalender, Feedback und Kursleiter-Manuale zum freien Download. Siehe auch die Zusatz-Kurse der Kooperative Göttingen - Hannover.

Push-Hands-Lernen leichtgemacht - Push-Hands-Üben unter der persönlichen Anleitung von Dr. Langhoff kann man viermal jährlich während der Intentivwochen. Dabei werden die Grundübungen wie horizontales und vertikales Kreisen sowie das Zusammenwirken der vier Energien genau erklärt. Für die Fortgeschrittenen wird Dalü-Unterricht angeboten. Es trainiert das Verständnis von vier weiteren Energien ausgeführt in die Diagonalen.

Anleitungen für Push-Hands zum Üben zuhause

tuishou-Diagramm: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Pushhands Gute Übungsanleitungen für die sich ergänzenden Rollen beider Kontrahenten (Angreifer und Verteidiger) sind in der Community sehr gefragt. Der DTB-Dachverband hat mit meiner Beratung eine Reihe detaillierte Multimedia-Anleitungen für die einzelnen Tuishou-Routinen publiziert. Sie sind kostenlos downloadbar auf der Community-Webpage. Für die Lehrerausbildung wurde ein Tuishou-Set erstellt, in dem die Schritt-Diagramme erklärt werden. Zudem wurden drei aufeinander aufbauende Stundenbilder "Schrtt-für-Schritt-Diagramm" ausgearbeitet, in denen der Push-Hands-Unterricht vorab strukturiert wird. Dies ist besonders als Hilfe für angehende Lehrer gedacht sowie zum Vor- und Nachbereiten der Stunden.

Push-Hands-DVDs - kostenlose Downloads

Offizielle DTB-Pushhands-DVD zum Selbststudium der Tuishou-PartnerübungenViele Praktizierende des Tai Chi und Qigong würden gern die Techniken der "Klebenden Hände" erlernen, aber häufig finden sie keine passende Schule in ihrem Wohnort. Auch bestehen vielerorts Ressentiments bzgl. Sekten-Nähe und Guru-Kult in der Community. Angesichts der oft sehr niedrigen Qualifikationen von Push-Hands-Lehrenden Vor Ort wenden sich viele Tuishou-Interessierte an den DTB-Zentralverband. Der Verband empfiehlt die Push-Hands-DVDs zur bequemen Vor- und Nachbereitung von Präsenz-Unterricht. Durch die begleitende Lernerfolgskontrolle sind sie sehr effizient. Zudem braucht man nicht einmal einen Übungspartner, denn die Rollen des Angreifers und des Verteidigers sind methodisch getrennt und werden nacheinander erlernt. Hilfreich zum Verständnis sind auch die Sektionen Anatomie / Physiologie / Körperstruktur sowie die Wichtigkeit der "Sung-Entspannung" und der "Tai-Chi-Essentials".

Push Hands Lernen - Tuishou-DVDs für das Selbststudium zuhause

DVDs zum Selbstunterricht Push-Hands / Tuishou mit DTB-Ausbilder Dr. LanghoffDr. Langhoff unterrichtet das "Händeschieben" in Hamburg und deutschlandweit auf Treffen viermal jährlich. Lernen im Selbststudium geht sehr bequem mit den DVDs des Dachverbandes DTB. Kostenfreie Downloads hier Push-Hands-DVDs für Ausbildung (Kursleiter, Lehrer, Ausbilder). Durch Nachbereiten und Vorbereiten wird das Lernen sehr intensiv und effektiv. Das Tai Chi Zentrum Hamburg hat ein neun-teiliges Lehrvideo-Set kostenloser Nutzung online gestellt:  Tai-Chi-DVDs. Taiji-Lehrer, die das Push Hands lernen wollen, werden nach absolvierter Ausbildung vom DTB zertifiziert - auch für die Krankenkassen/ Zentrale Prüfstelle für Prävention / Vdek und Easy-Datenbank. Die begleitende Lernkontrolle macht die Tuishou-Treffen des DTB mit ihren Block-Formaten besonders effizient. Bei den Push-Hands-DVDs wird auch die zugrundeliegende Yin-Yang-Philosophie erklärt und die Historie der "Taiji-Klassiker" behandelt.

Update Regionalstelle Region Hannover-Göttingen: Ausbildung Schiebende Hände Treffen Tui Shou Ausbildung Dalü, Fajin, Pushhands Experten.Taiji Ausbildung Göttingen: Neue Termine erfragen über Taiji Ausbildung Göttingen bei der Kursleitung direkt.Ausbildung Schiebende Hände Treffen Tui Shou Ausbildung Dalü, Fajin, Pushhands Experten.Taiji Ausbildung Göttingen: Neue Termine erfragen über Taiji Ausbildung Göttingen bei der Kursleitung direkt.

Das Wichtigste beim Lernen und Üben

IIch werde häufig gefragt, was bei den "Schiebenden Händen" das Wichtigste sei. Das ist sicher vom Schwerpunkt des Interesses des Fragenden abhängig. Genau genommen ist jedenfalls der Aspekt der realistischen Kampfkunst unwichtig - zu künstlich sind dafür die Push-Hands-Regeln und die Esoterik-Mantras der chinesischen Meister. Für Kampfkunst-Philosophie hingegen sind die Schiebenden Hände äußerst ergiebig und fruchtbar - zeigen die Techniken, Taktiken und Strategien doch anschaulich und nachvollziehbar das Yin-Yang-Prinzip auf: Man bildet mit dem Partner eine Ganzheit "ähnlich einem vierfüßgen Tier".

Die "Essentials" von Fülle und Leere

Der Kernaspekt dabei ist die Unterscheidung von voll und leer, wie es schon in den Tai-Chi-Klassikern und den Tuishou-Texten beschrieben wird. In der Angreifer-Rolle (Yang) wird größtmögliche Verbundenheit des gesamten Körpers angestrebt, um die Fajin-Eplosivkraft vollständig abzugeben. Ganz anders jedoch die Verteidiger-Rolle (Yin). Hier geht es um "Salami-Taktik". Das bedeutet: Richtet sich die Yang-Kraft des anderen auf meinen Arm, so entspanne ich genau dort und nur dort. Wandelt der andere seine Kraftrichtung auf meine Schulter, so lockere ich dort und nur dort usw. Die Folge: Da mein Körper sich segmentiert, findet der andere keinen Ansatzpunkt für seine Kraft - dafür bräuchte er einen vollständig verbundenen "Yang-Körper". Anders gesagt: Ich nehme immer die komplentäre Rolle ein - ich spiegle den anderen aber ich beantworte nicht Gleiches mit Gleichem. So ist der Vorteil stets auf meiner Seite und ich verwandle eine ungünstige Situation in ein vorteilhafte - ganz im Sinne des Yin-Yang-Prinzips der inneren Kampfkünste.

Experten werden wissen, daß dies nur die "Spitze des Eisbergs" darstellt. Das Yin-Yang-Prinzip im Tuishou geht unvergleichlich tiefer und ist am besten in persönlicher Unterweisung zu meistern.

Krafteinsatz des Kontrahenten

Push-Hands-Verwurzelung: Energie Stand Push Hands RootingEsEs gibt ein ganzes Spektrum von Push-Hands-Techniken. Für den Einsatz der Eplosivkraft "Fajin" benötigen manche eine gute Verwurzelung und andere nicht. Unabhängig davon ist größtmögliche physisch-mentale Entspannung /chinesisch "Sung") ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Viele Praktizierende scheitern an dieser Hürde - besonders in ungünstigen Situationen wie Verlust des Gleichgewichts oder bei Doppelgewichtigkeit. Bildquelle: Wichtige Partner-Übung für das "Rooting" und somit auch für Push-Hands-Training geeignet: "Verwurzelung beim "Schattenboxen": Demonstration Dr. Langhoff und Meister Yang Zhenduo in Schweden.

Tuishou-Lehrer von Dr. Langhoff

Zu den Push Hands Experten, von denen Dr. Langhoff Push Hands lernt, zählen weltweit bekannte und geschätzte chinesische Koryphäen wie Meister Yang Zhenduo, Meister Fu Zhongwen und Meister Fu Shengyuan und Meister Zhang Youquan (Quelle: Push Hands Experten).

Tuishou mit Meister Fu Shengyuan

Tuishou Pushhands Ausbildung mit Fu ShengyuanHier zeigt Fu Shengyuan, einer meiner Push-Hands-Lehrmeister seinem Sohn James Fu die Anwendung "Drücken". Häufig wird diese Tuishou-Technik auch als "Quetschen" bezeichnet. Die linke Hand wird wie gezeigt auf das rechte Handgelenk gelegt und unterstützt bei der Anwendung das " Fajin". Mehr zu diesem inspirierenden Tuishou-Bereich hier: Dalü.

Auf einen interessanten Bereich für Fortgeschrittene, das Üben des Dalü (Talü) gehe ich weiter unten ein im Zusammenhang mit den Zielen der Push-Hands-Ausbildung.

Pushhands Chen WeimingFajin Übung Push Hands AusbildungDie Hohe Kunst des "Tuishou" oder "Tui Shou" wird häufig dem Tai Chi Chuan (Taijiquan) zugerechnet. Dabei gehört es genau genommen zum Qigong, da man beim Üben die Vitalkraft Qi stärken will. Man kann Tui Shou somit auch als eigenständige dritte Säule der Qi-Künste auffassen. Oft wird die Übung "Schiebende Hände" als eine kämpferische Seite des Taijiquan bezeichnet. Doch geht es nicht um Gewinnen und Verlieren sondern eher um Nicht-Handeln, dem Wu Wei. Chen Weiming übte häufig zusammen mit Fu Zhongwen, einem meiner Push-Hands-Lehrer. Der Meisterschüler hat das berühmte Buch "Tawen" geschrieben. Mehr dazu und fiktive Dialoge beim Tai Chi Zentrum.

Push Hands Ausbildung/ Tuishou Ausbildung: In der amerikanischen Fachzeitschrift "Tai Chi Magazine" werden häufig exzellente Berichte veröffentlicht, in denen über Forschung berichtet wird. Schwerpunkt ist auch Push Hands. Die Erkenntnisse werden laufend in die Curricula der Aus- und Fortbildung eingearbeitet. In Arbeitskreisenwerden auch historische Tuishou-Techniken diskutiert - u. a. solche mit Chen Weiming, Yang Chengfu, seinem Sohn Yang Shouchung und Xu Yusheng (Xu Longhou).

Häufige Probleme von Anfängern

Ein Großteil von Schülern scheitert leider bei der Beschäftigung mit dem "Händeschieben". Viele, weil sie die Anfangsschritte nicht konsequent und vollständig zu ende gebracht haben. Tuishou zu meistern setzt eine gewisse Detalverliebteit voraus und die Kompetenz, Fehler im Partnertraining rasch und lösungsorientiert anzugehen. Ein grundlegendes Problem vieler meiner Schüler ist anfangs ein falsches Verständnis "Innerer Kraft". Ihre Ursache ist ein Mißverstehen von "Sung (Lockerheit, Entspannung)". Dies ist ja keine Schlaffheit oder Schlappheit - ebensowenig wie die "Innere Kraft" aus Härte besteht. Erst im Laufe der Zeit stellt sich ein Verständnis ein für die Konzepte von "Gang" und "Rou". Ein weitere typischer Knackpunkt ist die Steifheit in der Taille und der damit einhergehende Verlust der senkrechten Körperhaltung. Die korrekte Bewegung aus der Mitte setzt ja die Lockerheit in der Taille voraus - "Sung Yao", wie Yang Chengfu einen seiner "Essentiellen Hauptpunkt genannt hatte. Ein weiteres Defizit zu Beginn ist bei vielen ein mentales - sie müssen zwischen Angreifer-Rolle und Verteidiger-Rolle umschalten anstatt diese Funktionsweisen als Einheit zu verstehen. Und ein Problem besonders für Männer ist ene unangemessene Härte und ein Mangel an Gespür für die Situation.

Lesetipp: Neue DTB-Sparte zum Vorurteil: "Qi-Meisterschaft" macht unbesiegbar

Die neue kombinierte Fajin-Tuishou-Sparte im DTB-Dachverband befaßt sich mit zwei entscheidenden Fach-Termini östlicher "Qi-Lehren". Diese höhere Warte erlaubt einen viel genaueren Blick auf angeblichen Kompetenzen chinesischer Taijiquan-Qigong-Dynastien und ihrer Meister. Gemeint ist die oft mangelhafte Selbsteinschätzung.

 Es entspricht der Überlieferung chinesischer Kampfkunst - insbesondere dem Taijiquan, daß Adepten zu ihrer Vervollkommnung stets  sowohl Fajin-Eplosivkraft als auch Tuishou-Partnerroutinen beherrschen müßten. Dahinter steht das unantastbare Mantra, daß das "Innere Taijiquan" allen anderen Kampfkünsten überlegen sei und daher unbesiegbar mache. Die gemeinsame Grundlage von Fajin und Tuishou, nämlich die im Taijiquan kultivierte "Qi-Energie"existiere  ja in anderen Wushu-Stilarten nicht - und schon gar nicht im "Shaoliin-Kungfu" mit seinem "harten Qigong".

Wer - wie z. B. der DTB-Dachverband - dieses Credo als pures Vorurteil beschreibt, gilt in der folkloristisch geprägten Szene mit ihren "gefühlten Fakten" schnell als "Spaßbremse" und als "Nestbeschmutzer". Doch aufgrund der DTB-Aufklärung schließen sich immer mehr Lehrende dieser Faktencheck-Initiative an.  

Nun kürzlich ein neuerliches herbes Desaster für die entsprechenden Taijiquan-Zirkel, als ein weiterer Taiji-Meister (Wei Lei, Yang-Stil-Taijiquan) einen Mixed-Martial-Arts-Fighter (Xu Xiaodong) zu einem Duell herausforderte. Es wurde öffentlich ausgetragen und aus mehreren Perspektiven gefilmt und auf Youtube veröffentlicht. Bereits nach wenigen Sekunden lag Meister Wei Lei besiegt am Boden - er konnte weder sein Fajin noch sein Tuishou anbringen!

Was der DTB als Bestätigung seiner These ansah, wurde unter Anhängern des "wahren Taijiquan" nach bekanntem Muster heruntergedeutelt und kleingeredet - auch wenn es die Spin-Doktoren diesmal schwer hatten, denn Wei Lei hatte seine Niederlage gegenüber der Presse selbst zugeben müssen - allerdings erst, als seine frühere "Erklärung", sein "Qi" hätte Xu sonst getötet, bei den Pressevertretern nicht verfangen hatte... Quelle: Tai Chi Qigong Meister.

Unzureichende Push-Hands-Definition in Wikipedia

Definitionen und Erklärungen von Fachtermini aus der Kampfkunst oder dem Kampfsport haben insbesondere durch den stark gestiegenen "User Generated Content" der Socialmedia zu einer Verwässerung geführt. Dies ist natürlich kein Wunder, wenn jeder auf so leichte Weise seine Meinung propagieren kann - und sei sie noch so abwegig. Insbesondere das Kriterium der Ideologie-Freiheit und der Belege spielen in den Echo-Kammern und Filterblasen keine maßgebliche Rolle mehr. Auch die Tai Chi Qigong Verbände haben nur begrenzten Einfluß auf diese recht dynamische Entwicklung.

Die Kernbotschaft ist ein unbelegtes Vorurteil chinesischer Folklore und das gebetsmühlenartig mit viel Pathos vorgetragene Mantra lautet stereotyp: Tuishou als partnerschaftliches Übungskonzept der "Inneren Kampfkunst Taijiquan" macht den Adepten zum Mitglied einer ganz besonderen Gemeinschaft, die allen anderen Kampfkunst-Stilarten überlegen ist.

Auch das "Wikipedia-Mobrule-Spin" erklärt uns seine Sicht der Dinge auf die gewohnt beleglose Art und Weise:

Tuishou ist eine Bezeichnung für Trainingsroutinen für zwei Personen, die in internen chinesischen Kampfkünsten wie Baguazhang, Xingyiquan, Taijiquan (tài jí quán), Liuhebafa und Yiquan praktiziert werden. Es wird auch als internationaler Sport betrieben, der mit Judo, Sumo und Wrestling verwandt ist, insbesondere in Taiwan, wo alle zwei Jahre die Taiji-Weltmeisterschaft stattfindet.

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Die drei Hauptprinzipien der Bewegungsschleifen, die durch das Push-Hands-Training kultiviert werden sollen, sind:

 1. Verwurzelung - Standfestigkeit, ein gut trainierter Gleichgewichtssinn gegenüber Gewalt. /p>

2. Nachgeben - Die Fähigkeit, mit ankommender Kraft aus jedem Winkel zu fließen. Der Übende bewegt sich mit der Kraft des Angreifers flüssig, ohne das eigene Gleichgewicht zu beeinträchtigen.

3. Befreiung von Kraft-Entladung (Fajing) - Die Kraft-Entladung auf einen Kontrahenten. Selbst wenn man mit der Hand Druck ausübt, behält man zu jeder Zeit die Prinzipien von Nachgeben und Verwurzelung bei.

Fajing, Tuishou und Faszien-Training

Auch das Fajin - z. B. im Tuishou braucht Faszien-Training mit bestimmten Übungen. So kann besonders die große Rückenfaszie die Push-Hands-Technik enorm verbessern. Faszien können - genügend Übung vorausgesetzt - auch zur Fähigkeit des Hineinfühlens in den Partner beitragen - extrem wichtig für fortgeschrittenes Push Hands. Siehe den Artikel Push Hands Ausbildung/ Tui Shou Ausbildung.

Was verdient ein Push-Hands-Lehrer?

Honorare für Kampfkunst und Kampfsportarten sind nicht einheitlich geregelt - auch fehlt ja ein anerkanntes Berufsbild ebenso wie entsprechende Profile. Sportler mit Erfolgen im Wettkampf haben naturgemäß bessere Chancen. Ansonsten wird der Verdienst oft entsprechend dem in der Fitness-Branche üblichen Aufwandsentschädigungen ausgehandelt. Stundensätze bei Volkshochschulen sind oft vergleichbar. Sind die Lehrer im Gesundheitssport beschäftigt und von den Krankenkassen anerkannt, so liegt der Verdienst meist erheblich höher. Quelle: DTB-Dokumentation.

 

Push Hands, Physiologie, Gesundheitssport

Tai Chi Ausbildung

 

Anhang

Verwandte Themen der Push-Hands-Ausbildung und Push Hands Lernen

Ausbildung, Treffen, Qi, Doppelgewichtigkeit, Fajin, Da Lü, Kampfkunst, Wettkämpfe/ Wettbewerbe, Zentrales Gleichgewicht. Synonyme: Ausbildungen Pushhands Pushing Hands, Tuishou, Schiebende Hände

Modularisierter Block-Unterricht migt Prüfsiegel "Geprüfter Lerher DTB": Hartes Qigong, Eisenhemd-Qigong Shaolin-Qigong

 

Fajin-Techniken in der Lehrer-Ausbildung

Die Hohe Kunst der "Schiebenden Hände", wie diese sinpirierende Partnerübung des Taijiquan auch genannt wird, heißt chinesisch Tui Shou (Tuishou). Statt von Push Hands spricht man bisweilen von Pushing Hands. Auch die Schreibweise Pushhands ist gebräuchlich.

Abstract Workshop Tui Shou

  • Push-Hands-Manuale alle Stufen vom Kursleiter bis zum Ausbilder
  • Push-Hands-Energien/ Energetik
  • Push-Hands-Reglements / Regelwerk für Turniere / Wettkampf
  • Push Hands, Strategien und Prinzipien
  • Push Hands, Wu Tunan (Archiv Tuishou)
  • Push Hands, Cheng Manching / Zheng Manqing
  • Push Hands, Ling Kong Jin, Stehende Säule, Pfahlstehen (Zhan Zhuang)
  • Push Hands und Spiralbewegungen (Archiv Tuishou)
  • Push Hands und Krafteinsatz des Kontrahenten
  • Push Hands und "Doppelgewichtigkeit"/ "Doppelgewichtung"
  • Push Hands, Qi und Fajin, "Freies Push Hands"
  • Push Hands und Kampfsportarten / Meisterschaften
  • Push Hands und Sportvereine / Landessportbünde und DOSB
  • Push Hands und Sportübungsleiter, Lizenzverlängerung / Kursplan
  • Push Hands und Krankenkassen-Förderung, ZPP-Stundenbilder, Kursleiter-Manuale

Tuishou/Push Hands: Seltene alte Fotos Schiebende Hände

Ältere Filme der Kampfkunst-Anwendungen, z. B. des Push-Hands gibt es naturgemäß nicht. Auch historische Foto-Aufnahmen sind im Bereich Tui Shou eher selten. Einige Fotos der Schiebenden Hände mit Yang Chengfu und Chen Weiming zeigen Details. Durch Vergleiche der Bilder lassen sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten gut herausarbeiten: Pushhands Tui Shou

Push Hands Treffen/ Push Hands Ausbildung

Konkret bemüht sich bei den Push-Hands-Treffen jeder der Kontrahenten, eine für sich ungünstige Situation in eine vorteilhafte umzuwandeln. In der Hohen Schule des Tui Shou spielt das Begreifen der Prinzipien des Yin-Yang und die Empfindsamkeit des Spürens eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich geht es bei Treffen für "Schiebende Hände" um die Einheit des Menschen mit seiner Umwelt bzw. mit seinem Partner vor dem Hintergrund des ewigen Wandels. Geübt wird bei den Treffen das unmittelbare Reagieren und damit letztlich auch Aspekte der Kampfkunst (Prinzipien Innere Kampfkunst) wie "Kampfgeist" und "Reines Bewusstsein" im Sinne des Zen-Buddhismus. Quelle:  Push Hands Treffen. Tipp: Fach-Forum/ Fach-Beratung Medien.

Push Hands Ausbildung im DTB-Zentralverband mit allen Stufungen - vom Kursleiter bis zum Ausbilder

Push Hands Ausbildungen in Deutschland werden auf unterschiedlichem Niveau angeboten, das bedeutet konkret vom Kursleiter bis zum Ausbilder. Man sollte sich an den Kriterien des Qualitätssiegels des Deutschen Taichi-Bundes orientieren, für den ich in der bundesweiten Push Hands Ausbildung tätig bin.

Push Hands und Spiralbewegungen

Qi Energie Push Hands Meridiane QigongQi Fluss Yin Yang Energie Push HandsDie hohe Kunst des traditionellen Tuishou hat historisch sowie technisch enge  Bezüge zu "Chansigong" wörtlich "Seide schlingen/ wickeln). Mit diesen auch "Seidenweber-Übungen" genannte Techniken werden rotierende Kräfte oder Spiralen aus dem Becken bezeichnet sowie die Kraftlinien, die beim Ausführen den ganzen Körper betreffen. Auch im Wu-Stil und im Chen-Stil des Taijiquan spielen die Spiralen des Tui Shou, wie Push Hands auf chinesisch heißt, eine zentrale Rolle (Quelle Tui Shou Meisterschaft: http://www.yang-tai-chi.org/push-hands.htm). Vielen Push-Hands-Übenden geht es vorrangig um Körperstruktur, z. B. im Sinne von Physiotherapie. Daher wird die Stehende Säule neben Tuishou auch von vielen Physiotherapeuten empfohlen, z. B. bei Asymmetrien und Skoliose (s. Tai Chi Physiotherapeuten). Eine gut passende Vorübung für die Schiebenden Hände ist die Stehende Säule aber nur, wenn sie korrekt erlernt und regelmäßig praktiziert wird.

"Inneres Tai Chi Chuan"

Häufig wird Tai Chi Chuan in der "Kampfkunst-Szene" als "beste Selbstverteidigung" gepriesen. Zu dieser durch nichts belegte These kommen gelegentlich Versuche, selbst innerhalb des Tai Chi noch ein "Inneres Tai Chi" zu konstruieren - Das Push Hands dieses "Wahren Tai Chi" wäre das einzig richtige und viel besser als "Äußeres Tai Chi" (s. Inneres Tai Chi / Kampfsportarten: Inneres Tai Chi DVD Download). Siehe auch den Vortrag: Qi-Kraft, Innere Kampfkunst in Theorie und Praxis: Tai Chi Selbstverteidigung. Östliche Gesundheitsübungen leicht gemacht durch Fernstudium und Online-Learning: Tai Chi DVDs Qigong DVDs

Push-Hands-Energien/ Energetik

Zuerst sollte man Anhaften und Kleben üben - vergleichbar einer Feder, die auf etwas herunterschwebt und dort klebend bei Bewegung mitgeht - Prinzipien die man auch bei Kampfsportarten und der Selbstverteidigung nutzen kann (s. Tai Chi Kampfkunst.

Push Hands, Strategien und Prinzipien

Schon 1969, als ich anfing, östliche Kampfkunst zu studieren, und "Kakie", die japanische Form des Push Hands kennen lernte, war ich besonders beeindruckt von den Techniken mit zwei zugleich angreifenden Kontrahenten und der Strategie des Yin Yang, daraus Vorteile zu ziehen. Man muss dabei nicht nur zentriert sein sondern auch so stabil wie der Boden, auf dem man steht und zugleich beweglich kreisen können - auch bei den Push-Hands-Prinzipien geht es um die "Meisterschaft der Kreise"! Dies wurde mir besonders deutlich beim Tuishou-Unterricht mit Meister Fu Zhongwen und seinem Sohn Fu Shengyuan. Konkret bemüht sich der Übende, eine für ihn ungünstige Situation in eine vorteilhafte umzuwandeln. Das ist "Kampfkunst pur" (vgl. die Lebensphilosophie einer meiner Lehrer Teruo Kono).

Wu Tunan - die Hohe Schule des Tuishou

Bewundernswert sind auch die Fähigkeiten und Kenntnisse von Wu Tunan. Bekanntlich wurden ihm diese vermittelt von den Meistern Wu Jianquan, Yang Shaohou, Song Shuming und anderen berühmten Lehrmeistern. Hinzu kamen der Hintergrund seiner gebildeten Familie, sein Talent, sein gründliches Training und sein langes Leben - er wurde 104 Jahre und war auch in hohem Alter stets um Weiterentwicklung bemüht. Tai Chi Philosophie des Wu Wei.

Push Hands, Qi und Fajin

Seit alters her gibt es Übungen zur Stärkung der inneren Kraft "Qi", wie sie im Push Hands gebraucht wird. Mit exakter Bündelung der inneren Kraft kann man mühelos Kerzenflammen löschen. Jin ist freigesetztes Qi, die Manifestation der Inneren Energie Qi. Diese durch langes Üben kultivierte Spannkraft oder "eigentliche Kraft" ist anders als reine Muskelkraft. Dieser dynamische Effekt verbindet einerseits Muskeln, Sehnen und Bändern mit Vorstellungskraft ("Yi"), Körperhaltung/ Struktur und Lockerheit andererseits zu einer Ganzheit, die in der Kampfkunst spektakulär zum Tragen kommt.

Dalü (Talü)

Bei dieser speziellen Partnerübung des Tuishou werden vier Grundtechniken angewendet: Cai (Ziehen), Lie (Spalten), Zhou (Ellenbogenstoß) und Kao (Schulterstoß). Dalü wird auch Talü geschrieben und bedeutet "Großes Ziehen" Details: title="Das Wichtigste zu Dalü "Grosses Ziehen"" href="dalue.htm"> Dalü.

Push Hands und Kampfsport-Meisterschaften

Push-Hands Meisterschaften/ Demonstrationen - Skepsis ist angebracht! Bekanntlich gibt es heute immer mehr sogenannte "Push-Hands-Demonstrationen" auf niedrigem Niveau, bei denen die "Prinzipien" vernachlässigt werden (Tai Chi Kampfsport). Daher ist Vorsicht geboten, wenn man Push Hands erlernen will.

Push Hands und "Doppelgewichtigkeit"

Wirken bei Partnerübungen Kräfte frontal gegeneinander, blockieren sich die Kontrahenten.

Push Hands Ausbildung Hannover

Die Push Hands Ausbildung mit Dr. Stephan Langhoff in Hannover ist für alle Plätze belegt. Wenn sich noch weitere Interessenten melden, könnte ein Parallel-Lehrgang starten. Die Vergabe der Plätze erfolgt wie immer auf Push-Hands-Ausbildung Hannover.  Schiedsrichter, Turniere, Wettbewerbe und Treffen in Hannover finden im Rahem der quartalsweisen Fortbildungen als Block-Unterricht statt. (Updates durch Schnitt-Studio und AK Push Hands Ausbildung Hannover). Kurskalender, Curriculum und Tuishou-Reglement hier: Qigong und Tai Chi: Ausbildungen Hannover.

Push Hands, Ling Kong Jin, Stehende Säule

Doku/ Archive: Traditionelle Trainingsmethode für Innere Kraft und Push Hands: Stehende Säule, Ling Kong Jin

 

Push Hands Ausbildung Hamburg

Push Hands lernen: Jetzt Platz-Vergabe, Bewertungen auf der Europa-Seite Push Hands Ausbildung Hamburg 

 

Push Hands Ausbildung Saarbrücken

Der Push-Hands-Trainer Dr. Stephan Langhoff hilft beim Erlernen des Push Hands. Er bietet weitere Ausbildungen für Push Hands in Saarbrücken an. Die Saarbrücker Push-hands-Lehrer des Verbandes können sich ab sofort anmelden, bzw. unverbindlich vormerken lassen. Jetzt Platz-Vergabe, Bewertungen hier

 

Push Hands Ausbildung Bremen

Die Push Hands Ausbildung mit Dr. Stephan Langhoff in Bremen ist für alle Plätze belegt. Wenn sich noch weitere Interessenten melden, könnte ein Parallel-Lehrgang auch in Bremen starten. Die Vergabe der Plätze erfolgt wie immer. Schiedsrichter, Turniere, Wettbewerbe und Treffen in Bremen finden weiterhin wie gewohnt statt. (Updates durch AK Push Hands Ausbildung Bremen). 

 

 

Push Hands Ausbildung Göttingen

Jetzt Platz-Vergabe Göttingen Push Hands Ausbildung im DTB, Bewertungen auf der Europa-Seite Push Hands Göttingen. Ausbilderin Heike berichtet) über Lehrer-Ausbildungen. Push Hands in Göttingen war Thema ihrer Hausarbeit. Zeitweise hat der Lehrer Daniel die Gruppe geleitet - s. Archiv-Seite Push Hands Göttingen.

 

 

   

 

 

 

 

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