Bei chinesischen Künsten des Qi wie Qigong und Tai Chi trifft man in Deutschland häufig auf Halbwissen, esoterische Heilslehren und nebulöse Formulierungen - auch in Medien, auf Kongressen und in der Ausbildung, Hingegen plädiert Dr. Langhoff für mehr Wissenschaft, Sorgfalt und gesunden Menschenverstand, sodass jeder forschend sein Wissen vertiefen und neue Zusammenhänge erkennen kann.

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Shaolin Qigong

Diese traditionelle Art der Stehmeditation ist - so sagen viele Meister - der Schlüssel zum Erfolg in den Inneren Kampfkünsten. So bestehen enge Beziehungen zu Push Hands und Fajin. Zu den traditionellen Techniken der Shaolin-Mönche gehörten früher z. B. Yi Jin Jing und Eisemhemd. Archiv > Qi-Gong-Arbeitskreise in Deutschland: Qigong Arbeitskreise

Die Einflüsse des Buddhismus

Der im 5. Jahrhundert v.u.Z. in Indien entstandene Buddhismus gelangte um die Zeitenwende nach China. Die Übertragung seiner Texte, der Sutren, ins Chinesische krankte in der Anfangsphase vor allem an den mangelnden Termini. So wurden Begriffe des Daoismus verwendet. Dao stand wechselnd für Dharma, die Lehre des Buddha, oder für Bodhi, Erleuchtung. Der Begriff Wu Wei, nicht-Handeln, wurde nun zum Synonym für Nirvana. Im Wesentlichen fanden in der Frühzeit des chinesischen Buddhismus die Texte der dhyana-Übungen Verbreitung, die Atem-, Konzentrations­ und Meditationstechniken enthielten. Hier lässt sich auch eine größere Begriffsnähe in den Konzepten "Prana" und "Qi" finden. "Prana" bedeutet wie "Qi" Atem, Atmung, Leben, Vitalität, Wind, Energie, Kraft und ist ebenso sinnverwandt der menschlichen Seele. Es vereint in sich sowohl die Vorstellungen einer universellen als auch einer individuellen Kraft. Da andererseits viele Grundgedanken des indischen Buddhismus den chinesischen Idealen aus konfuzianischem und daoistischem Denken entgegengesetzt waren, dauerte der Prozess der Assimilierung mehrere Jahrhunderte.

Um 500 kam der buddhistische Mönch Da Mo (Bodhidharma) aus Indien nach China. Da er der Legende nach am kaiserlichen Hof nicht Gehör fand, zog er sich in das Shaolin Kloster zurück. Dort meditierte er ununterbrochen neun Jahre in einer Höhle. Danach unterrichtete er die Mönche in der Methode Yi Jin Jing/ (Yijinjing Umwandlung der Muskulatur). Auch sind aus buddhistischer Tradition Übungen bekannt, die der Reinigung des Körpers dienen sollen und vermutlich aus dem indischen Yoga abgeleitet wurden. In der Hauptsache aber kultivierte der an der Erlangung einer Erleuchtung interessierte Buddhismus eher meditative Techniken, die oftmals auf daoistische Wurzeln zurückgingen.

 (vgl auch Ling Kong Jin Wu Tunan).

Shaolin Qigong Yijinjing

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