Dr. Langhoff: Lehrer-Ausbildung Tai Chi Qigong Deutschland: Krankenkassen, ZPP-Stundenbilder

Qigong Tai Chi Lehrer Ausbildung Deutschland

"Qigong / Tai Chi Richtig Lernen" - Plädoyer gegen Oberflächlichkeit

Besser informiert sein statt "Szene-Hype" - souverän argumentieren mit Faktencheck

Dr. Stephan Langhoff - Info Tai Chi Qigong Ausbildungen DeutschlandBeim Qigong, Taiji, Tuishou oder Fajin trifft man bei Verbänden und Lehrenden häufig auf Halb-Wissen, Esoterk-Heilslehren und Mystifizierung - nicht nur in Kampfkunst-Foren und Sozial-Medien sondern auch auf Kongressen und in Lehrer-Ausbildung, wo doch methodische Strenge und Ideologie-Freiheit unabdingbar sein sollten! Übergeordnete, weltanschaulich neutrale Sehweisen tun not - ebenso wie seriöse Darstellung, profundes Wissen und gesunder Menschenverstand, sodass jeder Lehrende forschend sein Wissen vertiefen und sich neue Zusammenhänge erschließen kann. Dabei helfen auch seine Seminare und kostenlose Tai-Chi-Qigong-DVD-Downloads. Info: (040) 2102123.

Tai Chi Ausbildung Lübeck Kiel - Wichtigkeit von Transparenz und Verbraucherschutz

Für mich als "Yang-Stil-Insider", der anfänglich auch manches noch als "Halbwahrheit" und "lies of omission" naiv hingenommen hat, bilden gewissen Prüfungsfragen chinesischer Organisationen die Krone der Absurdität: Offenbar muss man, um im Ranking aufzusteigen, bei den Prüfungsfragen sein Kreuz dorthin setzen, wo ich es als Fachmann nicht setzen würde (das ist doch endlich mal eine höflich-diplomatische Formulierung nicht wahr?). Artikel plus Rezension hier: Tai Chi Ausbildung Kie Lübeck.

Guru-Tum, Hypes und Clownerie

"Taiji- Qigong-Lehrer" ist leider kein staatlich geregeltes Berufsbild. Zu den Lehrenden gehören u a. Schauspieler, Tänzer, Clowns und seltsam anmutende Esoterik-Gurus mit "Deutungs-Hoheit". Reklame-Rummel und inszenierte Täuschungen sind das eine. Mein Ansatz bietet wirklich Interessierten wissenschaftliche Alternativen für Forschung und Lehre.

Qigong Taiji Richtig Lernen

Dr. Stephan Langhoff - Tai Chi Qigong richtig Lernen und LehrenDr. Langhoff legt viel Wert auf wissenschaftliche Forschung. Er leitet viermal jährlich DTB-Lehrgänge. Zielgruppe sind Menschen, die gern Taijiquan und Qigong auf ideologie-freier Grundlage lernen und weitergeben wollen. Dieses Konzept stößt in der Szene nicht überall auf Gegenliebe, denn Organisationen, Verbände und ihre Mitglieder leben häufig eine Nähe zu Okkultismus und Mystik ohne Reform-Anstrengungen.

Qigong Tai Chi Ausbildung Deutschland

Qigong Tai Chi Lehrer Deutschland: Fragebogen DTBDer promovierte Philologe Dr. Langhoff hat bislang (2015) fast 70 Intensiv-Wochen mit je 55 Zeitstunden für den DTB geleitet und ungezählte Wochenend-Seminare. Wichtig dabei ist der lebendige Austausch. Auswertungen anonymer Fragebogen weisen exzellente Ergebnisse aus!

Qigong Tai Chi Lernen in der Community

DTB-Community - Dr. Langhoff Ausbildung Taiji QigongSuchen Sie Kontakte zu anderen Praktizierenden? Zusammen lernen bringt Spass und ist häufig effektiver als isoliert. So bekommt man rasch Zugang zu Netzwerken und Communities, die den eigenen Horizont erweitern helfen. Allerdings gilt auch hier der Spruch "Drei Experten, vier Meinungen". Ein einheitliches Lehrer-Berufsbild gibt es ja nicht. Besonders faszinierend empfindet Dr. Langhoff das gemeinsame Lehren und Lernen per Skype - es sehr bequem und trotzdem effektiv.

Yang Chengfu

 Ich habe mehrere triftige Gründe, mich öffentlich zu äußern zu Schlagwörtern wie "Yang Chengfu", Yang-Chengfu-Tai-Chi" "Traditional Yang Family Taijiquan" und zu den in ihnen enthaltenen Irrlehren, Vorurteilen und Fehleinschätzungen. bzgl. des vagen, unspezifizierten Begriffes "Nei Jia Chuan (Innere Kampfkunst)". Solange die entsprechenden Verbände, Center und Schulleitungen ihr fehlerhaftes Weltbild/ Berufsbild in Wort und Schrift nicht korrieren, muss ich mich deutlich von ihnen und ihren Versuchen zu Täuschungen abgrenzen. Wenn also ein Lehrer behauptet, von mir nach Transparenz-Kriterien ausgebildet worden zu sein, so sollte man diese Aussage überprüfen anhand der DTB-Lehrer-Profil-Checkliste oder man wende sich gern direkt an mich.

Yang Chengfu hat ein sehr bewegtes Leben geführt, das zwar gut dokumentiert ist, aber zugleich auch Ungeklärtes aufweist, das es noch zu erforschen gilt. Insbesondere von seinen Adepten wird vieles mit Schweigen übergangen. Die Nachfolgerschaft wird von unterschiedlichsten Gruppen und Familiel-Clans beansprucht. Unterricht, Form-Veränderungen, Bücher und Manuskripte haben um 1930 Standards gesetzt, die vielen Praktizierenden auch heute noch unter völlig veränderten Gegebenheiten als "unantastbar" und somit als "unverhandelbar" gelten.

Yang Chengfu Einleitung

Während früher in der Weitergabe chinesischer Kampfkünste vieles geheim an nur wenige Auserwähle unterrichtet wurde, stehen heute moderne Lehrmittel wie Bücher, Manuskripte und Lehrvideos praktisch jedem Interessierten "auf Knopfdruck" zur ständigen Verfügung. zudem wurden auch innerhalb der Yang-Familie und der Wu-Familie "geheime Überlieferungen" freigegeben und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese Öffnung ging zwar nicht einher mit größerer Transparenz seitens der Familie Yang, doch immerhin eröffnen moderne Multimedia-Möglichkeiten Forschung und Recherche ein so weites und fruchtbares Feld wie ich es früher nicht für möglich gehalten habe!

Die größte und wohl unbestrittenste Verdienst Yang Chengfus ist sicherlich die detaillierte Beschreibung seiner Tai-Chi-Form in Wort und Bild. Heute sind sie durch Multimedia noch erweitert. Die Standardwerke entstanden unter Mitwirkung einiger seiner Schüler. Besonders die Illustrationen von Fu Zhongwen erleichtern das Erlernen der 103 Bilder der Langform. Darauf aubauend hat Yang Zhenduo mit Enkel Yang Jun mehrere moderne Lehrvideos erstellt, weitere Bücher und Artikel geschrieben und viel beachtete Interviews geführt. Inzwischen hat Yang Jun seinerseits Lehrmittel-Serien erstellt.

Angesichts der aktuellen Entwicklung steigt der Stellenwert moderner Medien stark an. Die Gefahren sind klar: Öffentliche Darstellung kann leicht in eine Unausgewogenheit münden. Eine solche "Schieflage" ist zwar von einigen gewollt, aber für den Laien und den an Wahrheit Interessierten bedeutet sie eine Irreführung. Dem möchte ich entgegenwirken - auch um nicht mit Umfeldern "in einen Topf geworfen" zu werden, die ich als zweifelhaft und unglaubwürdig ablehne.

Als erster Schritt wurden umfangreiche Video-Dossiers mit Taiji-Form-Vergleichen erstellt.

Meister Yang Chengfus Werke unterscheiden sich stark in ihrer Qualität und Kompetenz. Die erfolgten Verbesserungen sind teilweise der tatkräftigen Unterstützung seiner Schüler Chen Weiming und Cheng Manching geschuldet. Viel gelobt und sehr effektiv ist des Meisters Art zu lehrer - kampfkunst-bezogen kommentiert er seine Rolle und die seines Partners. Zudem weist er auf die häufigsten Fehler hin und nimmt Bezug zu den klassischen Schriften und den familien-internen Überlieferungen bis zurück zu Yang Luchan.

Ab dieser Zeit konnte jeder in China quasi im Heimstudium erste Schritte zum Erlernen der vereinfachten Formen gehen. Seit der exzellenten Übersetzung von Louis Swaim ins Englische kann heutzutage jeder weltweit zuhause üben und seine Kenntnisse vertiefen. Erwähnenswert ist auch, dass zahlreiche Yang-Chengfu-Schüler ihre eigenen Bücher geschrieben haben - mit ähnlicher Zielsetzung und häufig ähnlich strukturiert.

Bekanntlich ist der heutige Wert von schriftlichen Lehrmaterialien allerdings beträchtlich gesunken, denn hinzugekommen sind im Laufe der Zeit immer mehr digitale Multimedia-Lehrmittel, die das Verständnis erleichter und darüber hinaus auch Vergleiche zwischen einzelnen Lehrern zulassen. Dazu hat die Dt. Clearing-Stelle "Yang-Family-Tai-Chi" umfassende digitale Dossiers erstellt, die sozusagen "auf Knopfdruck" vieles klären, was ansonsten unklar geblieben wäre. Gerade ich als Forscher weiß diesen Umstand zu schätzen, da meine Aussagen damit eher der Wirklichkeit entsprechen und ich sie auch leichter beweisen kann.

Rezensionen dienen dem Interessierten als kritisch-wertende Besprechungen. Die geforderte Trennung und Unterscheidbarkeit von Sach-Information und Kritik ist nicht immer einfach.

Yang-Chengfu-Rezensionen -

Aufbau einer Rezension:

1.   Datenvorspann: Autor, Titel, Verlag, Erscheinungsjahr, Umfang, Preis; ggf. Zielgruppe

2.   Inhaltswiedergabe: Personenkonstellation, Handlungsübersicht, Problemschwerpunkte - ggf. Einzelkommentare

3.   Darstellungsformen: Erläuterungen zu den benutzten Darstellungsmitteln, Auffälligkeiten der Gestal­tung, medienspezifischen Formen; Leistung der Interpreten - ggf. Einzelkommentare

4.   Einbau in Zusammenhänge: Stellung im Zusammenhang des Gesamtwerks, Hinweise auf den Autor, Zusammenhänge mit der Entstehungsepoche, Stellung im Traditionsstrom der Probleme und Figuren

5.   Kritik: Eindrücke aus der Rezeption, subjektive Wertung, Urteil mit Begründung, Hinweise auf die aktuelle Diskussion des Werks; abschließende Empfehlung 6.   Vorschlag zur Leseprobe: begründete Auswahl und Vortrag einer typischen Stelle des Textes, Hinweise auf zu beobachtende Aspekte, eigene Kommentierung; Provokation von Fragen und Diskussion.

 

Yang-Chengfu-Rezensionen - M. Wagner

Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Taijiquan, Bd. 1 Matthias Wager (ISBN 978-3-00-035699-5).

Rezensionen zu Yang Chengfus Büchern haben üblicherweise gemeinsam, dass Faktencheck und Forschung ausgeklammert werden. Insofern möchte  ich auch die Rezension von C. Eydt kritisieren.

Sie bespricht Yang Chengfus Buch "Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Tai Chi Chuan" in der deutschen Übersetzung von Matthias Wagner (ISBN 978-3-00-035699-5).

Inhalt

Impressum

Zum Geleit

Kalligrafien

Ahnengalerie

Vorwörter

Die Form

„Schiebende Hände“: Tui Shou

„Das große Ziehen“: Da Lu

Anhang – Die klassischen Texte:

Wu Yu Xiangs Taijiquan-Abhandlung

Des Weisen Wang Zong Yue Taijiquan-Abhandlung

Geistige Erklärung der Folge der dreizehn Positionen

Das Lied der dreizehn Grundpositionen

Wang Zong Yue: Das Lied von den schlagenden Händen

Impressum der Originalausgabe

Literatur

 

Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Taijiquan, Bd. 1 Das im Jahre 1934 veröffentlichte letzte und bkannteste Yang-Chengfu-Buch stellt einen Meilenstein dar in der neueren Entwicklung des "chinesisichen Schattenboxens". Das bahnbrechende, höchst einflussreiche Werk ist für all diejenigen unverzichtbar, die tiefere Einblicke in das Yang-Stil-Taijiquan erlangen und erfolgreicher trainieren möchten. Mit einer höchst anschaulichen, praxisnahen Erzählweise beschreibt der Autor Formen, Figuren und angenommene Partner-Anwendungen aus seiner eigenen jeweiligen Perspektive. Und das alles, indem er es selber vormacht. Zu jeder Figur wird das exakte Foto hinzugefügt. Der Leser nimmt sozusagen die Schülerrolle ein und kann durch diese direkte, lebendige Methode sehr gut lernen. Übersetzungen aus dem Chinesischen Urtext wie etwa die von Louis Swaim oder Matthias Wagner machen Yang Chengfus klassisches Werk auch westlichen Interessierten zugänglich. Die Übersetzung von Louis Swaim enthält Anmerkungen und Kommentare, die die häufigen klassischen und literarischen Redewendungen erklären helfen. Zusätzlich wird auf die politischen und philosophischen Untermauerungen und Fundamente eingegangen, die Form und Inhalt des Buches mitbestimmen. Forschungen und Vergleiche des Übersetzers umfassen zudemmehrere andere frühe Tai-Chi-Bücher mit dem Ziel, die Rolle zu beleuchten, die die beiden Yang-Chengfu-Schüler Dong Yingjie und Zheng Manqing  beim Erstellen des Werkes und der Druck-Vorbereitung spielten. Außerdem sind alle Kalligraphien und Familienportraits, sowie die Vorwörter von Yang Chengfu, Zheng Manqing und Yang Shouzhong übersetzt worden. Im Anhang findet man auch noch die Übersetzungen der berühmten fünf klassischen Texte" zum Taijiquan.

Yang-Chengfu-Rezensionen - L. Swaim

The Essence and Application of Taijiquan  Louis Swaim (ISBN 978-1-55643-545-4)

 

Yang Chengfu Fazit

Meine These lautet daher, dass praktisch jeder Lehrer in seinem Unterricht den Meister Yang Chengfu erwähnt - und dabei etwas belegbar Falsches vermittelt. Doch da solche Lehrer häufig "beratungsresistent" sind, muss ich notgedrungen den Umweg über die Schülerschaft gehen. In der Regel ist dieses Falsche so gravierend, dass diese Schüler sich dadurch eine verzerrte Sicht der Dinge zu eigen machen. Wenn man bei offenen Schülern ansetzen könnte, so mein Kalkül, so würden Yang Chengfus Irrtümer langfristig korrigiert und bekannt gemacht. Der große Bekanntheitsgrad des Meisters wäre dabei ein großer Vorteil. Der Druck der Schüler-Seite würde dann auch die oft zögerliche Lehrerschaft bewegen, sich mehr mit den Erkenntnissen moderner Forschung zu befassen, diese zu würdigen und damit ihre eigenen Unsicherheiten abzubauen. Angesichts seiner bekannten "Basta-Politik" und seiner aggressiven Wortwahl wäre die Einbeziehung von Ergebnissen wissenschaftlicher Forschungen aber eigentlich unverzichtbar. Daher gehen immer mehr Lehrer und Schüler des "Yang-Family-Tai-Chi" und des "Yang-Chengfu-Tai-Chi" den alternativen Weg der Transparenz, indem sie Fehler, Vorurteile und Irrlehren von Yang Chengfu zusammentragen, analysieren, zuordnen, interpretieren, bewerten und das Korrigierte veröffentlichen. Doch hinter all dem Wust von Irrungen steht die zentrale und letztlich unausweichliche Frage, ob Yang Chengfu die Wahrheit nicht sehr wohl gekannt hat und wider besseres Wissen gehandelt hat? Obwohl in seiner Jugend nichts darauf hindeutete, ist Yang Chengfu zur wohl bekantesten Persönlichkeit des Yang-Stil-Taijiquan geworden. Seine größte Leistung ist das öffentliche Verbreiten von drei Taiji-Formen. Alle basieren auf zuvor geheimen Abläufen aus dem Familienkreis. Bis heute ist unklar, wie weit Yang Chengfu die traditionelle Form vereinfacht hat - man muss wissen, dass die alte Yang-Luchan-Form ja über die 2. Generation von Yang Chienhou und Yang Banhou bereits verändert und vereinfacht worden war. Was viele Praktizierende nicht wissen, ist die Tatsache, dass innerhalb der Familie Yang Chengfus Leistungen diametral entgegengesetzt beurteilt werden. Während er für den Clan von Yang Zhenduo/ Yang Jun, Yang Zhenji und Fu Zongwen als "Hüter der traditionellen Familien-Form" (!) gilt, sehen ihn sein ältester Sohn Yang Zhenming (Yang Shouchung) aufgrund der eingeführten Simplifizierung realistischer als einen "Verwässerer der Tradition". Weitgehend unbekannt ist, dass Yang Zhenming in Hongkong nicht die neue Form seines Vaters lehrte sondern die wirklich traditionelle Familienform. Wenngleich Yang Chengfu von unterschiedlicher Seite für unterschiedliche Themen kritisiert wird, so hat doch meine Forschung gezeigt, dass die entscheidenden Kritikpunkte nicht behandelt werden. Dreh- und Angelpunkt meiner Kritik sind die gravierenden Fehleinschätzungen des Meisters, sein Moralkodex, gegen den er selbst verstoßen hat und seine Behauptung, mit seinen letzten Veränderungen sei "das Optimum erreicht". Belege finde ich in seinen eigenen Büchern und in denen seiner Schülern. Weitere Belege stammen aus dem Umfeld der Yang-Familie und Dokumenten der anderen Tai-Chi-Familien insbesondere Wu-Stil und Chen-Stil. Meine kritische Haltung gegenüber Yang Chengfu kommt in meinen Rezensionen / Buch-Besprechungen klar zum Ausdruck. Sie wird vielerorts nicht gern gesehen. Dach-Organisationen wie Yang Juns "International Yang Family Taijiquan Association" haben als Lobby-Verband natürlich ein außerordentliches Interesse an einem makellosen Yang-Chengfu-Bild - schon deswegen, weil sie ihre weltweiten Schulen ja "Yang Chengfu Tai Chi Center" nennen und vorgeben "traditionelles Yang Family Tai Chi" (!) zu vermitteln. An ihnen kritisiere ich, dass sie sich der Forschung und Recherche verweigern, Gehorsam und Loyalität einfordern. Der in den Clans umstrittene "Linienhalter der 5. Generation" (!) Meister Yang Jun zeichnet auf Tai-Chi-Symposien das unrealistische Bild "EINER Familie (ONE Family)", das insbesondere Laien leicht täuschen kann. Der Meister hat sich übrigens schon vor längerem durch seinen Web-Auftritt mit einer Extra-Seite auf esoguru.com öffentlich klar im Esoterik-Bereich positioniert. Alles in allem wird in Deutschland erstaunlich wenig Kritik an Yang Chengfu laut - vorherrschend ist die aus anderen Martial Arts bekannte "Hofberichterstattung" mit ihrer Mär von "Des Kaisers neue Kleider". Besonders gut kann man dies in der "Social-Media-Mob-Rule" erkennen. Überall hat man sich in den Elfenbeinturm" des "Yang-Chengfu-Hypes" zurückgezogen ohne zu bedenken, dass dies der eigenen Reputation langfristig mehr schaden muss als eine längst überfällige Korrektur von Vorurteilen und Irrlehren. Eine solche Klitterung taugt nicht als Kitt sondern kann sich rasch als Sprengstoff erweisen in einem Bereich, der heute immer mehr gemessen wird mit der Elle ideologie-freier Standards der Erwachsenenbildung.

 

Yang Chengfu Bio und Kritik

Yang Chengfu (chinesisch, vereinfacht, VR China: 杨澄甫; Langzeichen traditionell: 楊澄甫; Pinyin: Yáng Chéngfu) gilt als der bekannteste Vertreter des Yang-Stil-Taijiquan (T’ai Chi Ch’uan, 太极拳). Meister Yang lebte von 1883 bis 1936. Dies war in China eine bewegte Zeit des Umbruchs. Er war der erste seiner Familie, der das geheim überlieferte "Neijiachuan (Innere Kampfkunst)" öffentlich unterrichtete. Dabei änderte er die Familien-Form mehrfach so stark ab, dass man diese beim besten Willen nicht mehr als "traditionell" einstufen kann. Unstrittig ist sein Verdienst, das "chinesische Schattenboxen" einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben./p> Der Meister Yang Chengfu lebt fort in seinen in viele Sprachen übersetzten Büchern und im Unterricht seiner Schüler und deren Schüler. Mehrere "Linienhalter"beanspruchen sein Erbe und einer von ihnen, sein Urenkel Yang Jun hat seine "Tai-Chi-Chuan-Center" nach ihm benannt (s. Yang Chengfu Taichichuan Center). In der Fachwelt wird der Altmeister extrem polarisiert dargestellt - die Facetten reichen von "Playboy" bis "Großer Standardisierer". Viele bezweifeln seine oft gelobte, angeblich außergewöhnliche Kampfkunst-Kompetenz - und in der Tat sind die Partner-Anwendungen in seinen Büchern für viele ja nicht immer überzeugend.

Hätte es zu Yang Chengfus Zeiten so etwas gegeben wie das japanische "Menkyo kaiden (license of full transmission)" so wäre dies bzgl. "Traditional Yang-Style" wohl in vielem ungesichert. Was leider auch beharrlich fortlebt, sind Yang Chengfus gravierende Fehlurteile. Sie wurden in den Folge-Generationen leider durchweg nicht korrigiert. Letztlich stammen viele von Yang Chengfus Irrglauben nicht von ihm selbst sondern bereits aus den früheren Generationen und den "Klassischen Schriften" über das geheim überlieferte "Nei-Jia-Chuan (Innere Kampfkunst)". Bei vielen Schulen und Lehrern kommt es dadurch zu der allseits bekannten "Hofberichtserstattung", wobei seine belegbaren Irrtümer durchweg schlicht ignoriert werden - frei nach dem Vorbild "Des Kaisers neue Kleider". Eine solche Art von Ikone / Heiligenverehrung birgt soviele Fallstricke, Tücken und Sackgassen, dass Abhilfe dringend geboten ist! Die offiziellen Bezeichnungen von Organisationen, Verbänden und ihrer Schulen ist für Laien oft irreführend, so dass es leicht zu Täuschungen kommen kann. Ein gutes Beispiel ist Yang Juns internationale Dachorganisation "IA", die offenbar gleich zwei unterschiedliche offizielle Bezeichnungen hat. Die Mitglieder heißen allesamt "Yang Chengfu Taichichuan Center", was naturgemäß zusätzliche, verwirrende Implikationen erzeugen kann, denn es gibt ja kein allgemein anerkanntes "Yang-Chengfu-Taichi". Auch widerspricht der Lehrstoff in vielen Punkten den Aussagen von Yang Chengfu diametral. Neuerdings werden auch Formen unterrichtet, die der Meister gar nicht kannte! Zudem gilt vielen Experten die Benennung der IA-Center ausgerechnet nach Yang Chengfu als hochproblematisch, da diesem gravierenden Fehleinschätzungen unterliefen.

 

 

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